
Die Tafel stellt eine Brücke des Ausgleichs zwischen Überfluss und Mangel dar.
Täglich werden in Österreich unzählige Tonnen an einwandfreien Nahrungsmitteln vernichtet, weil sie nicht mehr verkauft werden können. Dabei handelt es sich um Probe- oder Überproduktionen, Lager- bestände, deren Haltbarkeitsdatum bald abläuft oder Waren mit Fehletikettierungen oder kleinen Verpackungsschäden.
Parallel dazu gibt es in Österreich 1,1 Mill. Menschen - 1/3 davon Kinder - die in Armut leben. Armut macht krank und einsam. Sie grenzt aus, entwürdigt den Menschen, schwächt ihn und die Gesellschaft. Mangelernährung, reduzierte Hygienemöglichkeiten, vermehrte Krankheitsanfälligkeit, soziale Isolation und Suchtprobleme kennzeichnen die Armutsspirale der betroffenen Menschen.
Dass Wegwerf- und Armutsgesellschaft so nahe neben einander existieren, muss nicht sein. Bisher fehlte ein Transferkonzept.
Sie sammelt die überschüssigen Produkte dort ein, wo sie anfallen und bringt sie dort hin, wo sie am dringendsten benötigt werden. Die Tafel unterstützt damit sozial benachteiligte Menschen in Obdachlosen- herbergen, Flüchtlingshäusern oder Mutter-Kind-Heimen.
So bekämpft sie effizient und unbürokratisch Armut. Obendrein sparen die Unternehmen Entsorgungs-kosten und die Umwelt wird geschont.
Eine simple Initiative zum Vorteil aller! Durch die Arbeit der Wiener Tafel soll der Staat aber nicht aus seiner sozialen Verantwortung entlassen werden. Die Pflicht zur Grundversorgung der Menschen am Rande unserer Gesellschaft muss in der öffentlichen Hand bleiben. Die Tafel versteht ihren Einsatz als ergänzendes Hilfsangebot.
KinderUni-Vorlesung in der Logistikzentrale der Wiener Tafel
Wissensdurst und Bildungshunger
Im Rahmen der "KinderUni" besuchten 13 Jung-StudentInnen im Alter zwischen 7 und 12 Jahren am Donnerstag den 15. Juli 2010...
STATEMENTS

Erich Cada
"Als Österreicher lebe ich in einem der reichsten EU-Staaten. In der aktuellen Statistik werden über eine Million Mitbürger als armutsgefährdet ausgewiesen und dafür geniere ich mich. Was ist die Menschlichkeit, ein Wort, das so oft und so gerne in den Mund genommen wird, denn wert, wenn wir nicht täglich danach streben, sie durch Taten walten zu lassen?"