Log-In
Log-Out


Spendenkonto ERSTE Bank:
IBAN: AT092011131005303005
BIC: GIBAATWWXXX


Wiener Tafel ist Mitglied bei:

partner

social networks

Armut in Österreich


Österreich gehört zu den reichsten Ländern der Welt. Dieser Reichtum nimmt ständig zu. Doch auch die Armut wächst: fast 18% der Bevölkerung (> 1,5 Millionen) sind arm oder armutsgefährdet. 

Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer. Armut ist ein Verteilungsproblem.

Mit ihrer Initiative will die Wiener Tafel auf die Diskrepanz in unserer Gesellschaft hinweisen: Jährlich werden in Wien rund 70.000 Tonnen Lebensmittel vernichtet. Zeitgleich weist Wien mit 22,7% der Bevölkerung das größte Armutsrisiko auf. Längst schon geht Armut durch alle Bevölkerungsschichten. Neben den geschätzten 8.000 permanent Obdachlosen nehmen über 7.100 Menschen zeitweise Obdachloseneinrichtungen in Anspruch. In Wien stehen 4.500 Wohn- und Schlafplätze für Menschen ohne Wohnung zur Verfügung. Expertenschätzungen zufolge sind in Österreich insgesamt rund 12.000 Menschen wohnungslos. Armut macht krank und einsam. Sie grenzt aus, entwürdigt den Menschen, schwächt ihn und die Gesellschaft.


Durch die Arbeit der Wiener Tafel soll Abhilfe geschaffen, der Staat jedoch nicht aus seiner sozialen Verantwortung entlassen werden. Die in der Bundesverfassung verankerte Pflicht zur Grundversorgung der StaatsbürgerInnen muss Aufgabe der öffentlichen Hand bleiben. Die Wiener Tafel versteht ihren Einsatz als ergänzendes Hilfsangebot.


Armutsmessung
In der Armutsforschung unterscheidet man zwischen Armutsgefährdung und manifester Armut.
 
Die Armutsgefährdung wird gemäß dem Europäischen Statistischen Zentralamt (EUROSTAT) ausschließlich über Einkommensrisiken definiert. Personen, deren Einkommen unter 60% des Medianwertes des Pro-Kopf-Einkommen liegt, gelten als armutsgefährdet. Dieser Schwellenwert beträgt laut EU-SILC 2013 in Österreich 13.244 Euro netto pro Jahr für einen Einpersonenhaushalt.
 
Von manifester Armut spricht man, wenn neben der finanziellen Not noch andere Beeinträchtigungen bestehen (chronische Krankheiten, die Unmöglichkeit die Wohnung angemessen zu beheizen, neue Kleidung zu kaufen, unerwartete Ausgaben zu machen, einmal im Monat nach Hause zum Essen einzuladen, usw.).

Bevölkerungsgruppen mit überdurchschnittlichem Armutsrisiko: 

41% aller Ein-Eltern-Haushalte
41% der Langzeitarbeitslosen
32% aller alleinstehenden Frauen
32% der Menschen mit Migrationshintergrund


Nähere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der Homepage der Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterArmutskonferenz.

NEWSFLASH

22.04.2016:

Akkordeonfestival: Fast 13.000 Euro Spende für die Wiener Tafel!

Das kürzlich fulminant zu Ende gegangene heurige Akkordeon Festival hat der Wiener Tafel wieder eine ÜberLebensmittel bringende großartige Spendensumme beschert: Unsere tüchtigen  Ehrenamtlichen durften auch heuer wieder bei den Konzerten um Spenden für die soziale Transferarbeit der Wiener Tafel bitten und Friedl Preisl, Impressario und Seele des Akkordeonfestivals, die KünstlerInnen und das ganz besondere treue Publikum des Akkordeonfestivals haben mit sagenhaften 12.664, 83 EUR Spendeneinnahmen zu Gunsten der Wiener Tafel wieder bewiesen: Für sie ist Solidarität mit Menschen in Armut ist kein leeres Wort!
Das gesamte Team der Wiener Tafel freut sich schon auf das KlezMore-Festival im November, auf den heurigen Musikalischen Adventkalender - und auf das Akkordeonfestival 2017!
Ein riesengroßes Dankeschön an Friedl Preisl, alle KünstlerInnen und die beherzten ehrenamtlichen MitarbeiterInnen!


STATEMENTS
Unsere ehrenamtlichen MitarbeiterInnen am Wort

Katharina Gamharter

"Es macht mir Freude, durch einfaches Kisten-Schupfen etwas verändern zu können: Tatkräftig anzupacken, um Menschen eine gute Mahlzeit zu ermöglichen, die sonst keine hätten. Danke, Wiener Tafel, dass Du mir diese Möglichkeit gibst!"

 

Haris Palislanovic

Warum schenkst Du Deine Zeit der Wiener Tafel?

"Weil ich als gebürtiger Bosnier im Bosnienkrieg aufwuchs, Leid, Kummer, Armut und vor allem Hunger sehr gut kenne, und hier in Österreich durch viel Fleiß und Einsatz für meine Zukunft auf der "Schokoladenseite des Lebens" angelangt bin, möchte ich anderen Menschen genauso helfen und etwas von der Hilfe, die ich erhalten habe, zurückgeben."