Wiener Tafel April 2009
Profi(l) des Monats Aktuelles Partnerschaft Intern Faktum
Profi(l) des Monats: Augustin Schantl

Einen kometenhaften Aufstieg hat Augustin Schantl in der Wiener Tafel gemacht: Im Jänner wurde er zum Schriftführer der Wiener Tafel gewählt – und das obwohl er erst seit gut einem Jahr als ehrenamtlicher Fahrer für die Tafel tätig ist. Zusätzlich hat er die Leitung zweier wichtiger Bereiche übernommen: 1. Er koordiniert die dringende Suche nach einem neuen Standort für die Logistikzentrale (siehe intern) und 2. sorgt er für die gesamte Fuhrpark-Verwaltung. Über seine vielfältigen Tätigkeiten für die Wiener Tafel sagt der passionierte Sportler:

"Ich bin von der Idee, Lebensmittel und Waren des täglichen Gebrauchs, die seitens der Hersteller nicht mehr in Verkehr gebracht werden können, an sozial Schwache weiterzugeben, überzeugt.“

Aktuelles: Gemeinsam fasten für die Wiener Tafel

Ein junges Team der Statistik Austria übt sich während der Fastenzeit zusammen in Bescheidenheit: Einmal in der Woche setzten sie sich an eine lange Tafel, um gemeinsam ein ein-faches Reisgericht zu essen. Gekocht wird reihum für alle. Für jedes Fastenmahl zahlen sie einen bestimmten Betrag in eine gemeinsame Kassa, deren Gesamterlös am Ende der Wiener Tafel gespendet wird. Vor dem Hintergrund der Idee, etwas vom eigenen Überfluss abzugeben, unterstützen sie damit die Wiener Tafel in ihrem Ein-satz gegen Armut, Ausgrenzung und Wegwerfmentalität:

„Den Erlös unserer Fastenaktion spenden wir der Wiener Tafel weil unser „Verzicht“ (der eigentlich keiner ist) anderen zugute kommen soll, die nicht genug zum Essen haben. Die Wiener Tafel passt deswegen so gut zu diesem Projekt, weil es um Überfluss geht und wie wir diesen Überfluss sinnvoll verteilen können.“ so das Statistik-Team einhellig.

Haben auch Sie eine originelle Spendenidee?

Name: Cornelia Richter
Email: cornelia.richter@wienertafel.at
Tel: +43 650 901 0004

Partnerschaft: Jede Woche knackige Äpfel

Der Landwirtschaftsbetrieb des Stift Schotten (Wien 22.) verfügt über zahlreiche Äpfelbäume, deren Früchte auch vermarktet werden. Doch nicht alle Äpfel sind gleichermaßen zum Verkauf bestimmt. Um auch Äpfel mit kleinen Schalenfehlern einer sinnvollen Verwendung zuzuführen, spendet das Stift nun wöchentlich 400 bis 600 kg Äpfel der Wiener Tafel. Diese regelmäßige Spende ist in kürzester Zeit nicht nur eine willkommene Gabe in den sozialen Einrichtungen geworden, sondern auch ein wichtiger Beitrag, um Menschen in Armutslagen gesunde und abwechslungsreiche Ernährung bieten zu können.

Intern: Herbergsuche

Die Wirtschaftslage ist – gelinde ausgedrückt – trist. Damit wachsen auch die Anforderungen an die Wiener Tafel kontinuierlich. Sie begegnet diesen gewohnt professionell und unbürokratisch: Seit heuer fährt der Fuhrpark an manchen Tagen in zwei Schichten. Allein an Brot und Gebäck werden seit Jänner täglich rund 600 kg zu den Bedürftigen gebracht.

Doch mit dem steigenden Bedarf an den Lebensmittelspenden der Tafel müssen auch die Strukturen wachsen. So ist die derzeitige Logistikzentrale den aktuellen Anforderungen nicht mehr gewachsen. Will die Wiener Tafel ihren gesellschaftlichen Versorgungsauftrag wahrnehmen, bedarf sie dringend eines adäquaten Standortes. Da jedoch die Spendengelder dringend für die Aufrechterhaltung der Hilfslieferungen benötigt werden, ist die Wiener Tafel darauf angewiesen, dass ihr das Ausweich-Quartier von einem Sponsor überlassen wird.

Haben Sie eine Idee? Kennen Sie jemanden, der dem Umwelt- und Sozialverein unentgeltlich (oder zu einem symbolischen Betrag) ein Objekt überlassen könnte? Helfen Sie uns helfen!

Name: Augustin Schantl
Email: augustin.schantl@wienertafel.at

Faktum: Spendenabsetzbarkeit

Fast überall in Europa gibt es sie schon. Jetzt kommt die Spendenabsetzbarkeit auch in Österreich. Voraussetzung dafür wird sein:

  1. dass die Spende eine Organisation mit mildtätigen Zielen geht
  2. das sie vom Finanzamt als begünstige Organisation anerkannt wird (nach Bestätigung der Mildtätigkeit und eines geringen Verwaltungsaufwandes durch eineN WirtschaftsprüferIn) und
  3. dass die SpenderInnen ihre Zuwendungen in ihrer Steuererklärung geltend machen.
Spenden werden bis max. 10% des Jahreseinkommens rückwirkend ab 1. Jänner 2009 absetzbar sein. Bleibt nur zu hoffen, dass das Finanzministerium nicht auf die Wiener Tafel vergisst, wenn die Liste der begünstigten Organisationen erstellt wird.

Wiener Tafel

Verein für sozialen Transfer
1030 Wien, Arsenal 9A/G3
Tel. : 01 236 5687, Fax: DW 9
www.wienertafel.at
(ZVR: 283996437)
Spenden-Konto: 3100 530 3005
bei: ERSTE Bank (BLZ 20111)