Wiener Tafel Juni 2009
Profi(l) des Monats Aktuelles Partnerschaft Intern Faktum
Profi(l) des Monats: Cornelia Richter

Die 26-jährige Cornelia Richter bereichert seit April das Team der Wiener Tafel als stellvertretende Geschäftsführerin. Cornelia bringt NGO-Erfahrung mit und verfügt über umfangreiche Kenntnisse in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit, Fundraising und Eventmanagement. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte liegen in der zunehmend wichtigen Koordination der Arbeitsgruppen, sowie im Sponsoring.

"Der Erfolg der Wiener Tafel liegt mir am Herzen, weil bedürftigen Menschen geholfen wird, ihre Chance auf ein selbstbestimmtes Leben zu nutzen. Eben das ist die Bedingung dafür, Verantwortung für sich selbst und für andere Menschen zu übernehmen, um eine gemeinsame Zukunft positiv und nachhaltig zu gestalten. Ich freue mich, diesen humanistischen Gedanken tatkräftig unterstützen zu dürfen."

Kontakt: cornelia.richter@wienertafel.at bzw. 0650 901 000 4

Aktuelles: Preis für Zivilcourage 2009

Martin Haiderer wurde für die „Wiener Tafel“ mit dem „Greinecker-Preis für Zivilcourage 2009“ ausgezeichnet. Die feierliche Übergabe des mit € 2.500,- dotierten Preises durch ORF-Programm-direktor Wolfgang Lorenz fand am Dienstag, den 2. Juni im ORF-Forum statt. Jurymitglied und Laudator Erwin Steinhauer lobte den außergewöhnlichen Einsatz der Wiener Tafel und ihre wachsende Bedeutung:

„Herr Haiderer ist ein würdiger Preisträger im Sinne einer Zivilgesellschaft, die nicht die Augen verschließt, wenn andere Hilfe benötigen und die keine Ressourcen ver-geudet, die andere dringend brauchen. Die Wiener Tafel gibt vielen Menschen nicht nur Essen, sondern auch ein Stück ihrer Würde zurück." Martin Haiderer freut sich vor allem über das Preisgeld: „Gerade in schwierigen Zeiten, ist die spendenfinanzierte Wiener Tafel auf jeden Euro angewiesen. Denn mit jedem einzelnen Euro machen wir 10 – 15 Menschen satt.“

Haben auch Sie eine originelle Spendenidee?

Partnerschaft: Gelebte Nachhaltigkeit mit der REWE Group

Seit diesem Frühling stellt die REWE Group der Wiener Tafel weitreichendes fachliches Know-how zur Verfügung. Die Unterstützung umfasst die Bereiche IT, Logistik, Fuhrpark-Verwaltung und Finanzen. Parallel dazu soll auch die Warenübergabe ausgebaut werden. In einem ersten Schritt wurden die Transporter des Sozialvereins mit Ladesicherungen und anderen nötigen Wartungs-arbeiten ausgestattet. „Eine funktionierende Logistik ist bei der Lebensmittelverteilung von größter Bedeutung - als sozial verantwortungsvolles Unternehmen möchten wir mit unserer Erfahrung in diesem Bereich die Wiener Tafel unterstützen.“ erläutert Werner Wutscher, Vorstand REWE Inter-national AG. Die Wiener Tafel freut sich über diese neue bedeutende Partnerschaft im gemeinsamen Einsatz für einen sinnvollen Umgang mit Ressourcen.

Intern: Know-How für neues Logistik-Konzept

Die Wiener Tafel wächst kontinuierlich und mit ihr die Herausforderungen an die „soziale Spedition“. So hat sich allein im letzten Jahr das Warenvolumen verdoppelt! Um die Disposition dem steigenden Bedarf anzupassen, bedarf es dringend einer Optimierung des bestehenden Logistik-Konzepts. Denn eine maßgeschneiderte Logistik ist das Nadelöhr für die effiziente und rasche Warenverteilung der Hilfslieferungen. Für die Entwicklung dieses maßgeschneiderten Logistik-Programms braucht die Wiener Tafel aber dringend einen Profi, der unentgeltlich bei der Umsetzung und Implementierung hilft. Helfen Sie uns professionell helfen!

Kontakt: logistik@wienertafel.at bzw. 01 236 56 87

Faktum: Eine Milliarde Menschen hungern

Mehr als eine Milliarde Menschen leiden weltweit unter chronischem Hunger. Ihre Zahl wächst nach Angaben der Vereinten Nationen ständig an. „Alle sechs Sekunden stirbt ein Kind an Unter--ernährung.“ stellt der UN-Sonderbeauftragte für das Recht auf Nahrung, Olivier De Schutter betroffen fest: „Das ist nicht akzeptabel, zumal da wir als globale Gemeinde genau wissen, welche Mechanismen, Strategien und Maßnahmen die Situation umkehren könnten.“. Schuld an der Situation sei unter anderem der unfaire internationale Handel, der Investitionen in die Landwirtschaft in den vergangenen drei Jahrzehnten vielerorts vernachlässigt habe. De Schutter er-mahnte die internationale Gemeinschaft, das System von Grund auf zu ändern und für eine nach-haltige Entwicklung des Anbaus, bessere Bedingungen für LandarbeiterInnen und nationale Strategien gegen den Hunger zu sorgen – Strategien wie sie die Tafeln seit langem vorleben.

Wiener Tafel

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