Oktober 2010
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Editorial
Martin Haiderer, Geschäftsführer

Der Herbst bringt frischen Wind in die Stadt, aber auch in die Wiener Tafel: Das Warenvolumen wird laufend ausgebaut, um die wachsenden Bedarfslagen noch besser abzudecken. Da Wohnungslose in Wien ab sofort auch für Notquartiere € 4,- pro Nacht zahlen müssen, ist mit einer weiteren Zunahme der existenziellen Not zu rechnen. Die Wiener Tafel wird ihren Beitrag zu deren Bewältigung leisten.
Mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen macht sie daher auf ihre Anliegen aufmerksam: Den Auftakt hierzu bildete der abwechslungsreiche „Tag der offenen Tür“ (siehe Intern) und das Erntdankfest am Heldenplatz.  Sammelaktionen für Warenspenden mit MyStore, die „Suppe-mit-Sinn“, Diskussions- und Filmveranstaltungen runden den Herbst ab. Näheres zu den vielfältigen Aktivitäten finden Sie stets auf unserer Homepage unter „Termine“ (www.wienertafel.at).
Auch ich persönlich gönne mir im Herbst „frischen Wind“, um im Rahmen einer 6-monatigen Karenz Asien zu bereisen. Die bisherige Logistikleiterin, Mag. Ulli Schmidt,  wird in dieser Zeit die Geschicke der Tafel lenken.

Ich hoffe, Sie haben Lust bekommen, mit uns hart am Wind zu segeln?!


                             Ihr Martin Haiderer




Partnerschaft: Mit IT auf dem neuesten Stand(-ort)
Um die technische Ausstattung der neuen Logistikzentrale optimal zu gestalten, griff Microsoft der Wiener Tafel unter die Arme: Microsoft spendete die notwendige Software (Windows 7 für alle PC, Server-Lizenzen, etc.). Zusätzlich können sich MitarbeiterInnen von Microsoft jährlich drei Tage in Form eines Sonderurlaubs für die Wiener Tafel engagieren. Dadurch kann die Wiener Tafel noch effizienter helfen.


Faktum:
Auf den Staat angewiesen - Die neue Mindestsicherung
Die bedarfsorientierte Mindestsicherung regelt seit ihrer Einführung am 1. September bundesweit die Sozialhilfe neu und einheitlich. Aufgrund großer Unterschiede in den einzelnen Bundesländern sind aber die Spielräume für die Umsetzung sehr groß. Vereinheitlicht wurde die Mindesthöhe der finanziellen Hilfen, so erhalten BezieherInnen der neuen Mindestsicherung 744 Euro zwölfmal im Jahr. Unterscheiden werden sich in den einzelnen Bundesländern weiterhin die zusätzlichen Leistungen für Wohnen, Hilfe in besonderen Lebenslagen oder auch eine 13. oder 14. Auszahlung. Neu ist auch, dass BezieherInnen auch als Kunden des AMS aufgenommen werden.

214.000 Menschen in Österreich sind auf finanzielle Unterstützung des Staates angewiesen. Laut MA 40, das für die Sozialämter in Wien zuständig ist, ist mit einem Anstieg der BezieherInnen der Mindestsicherung zu rechnen. So werden alleine in Wien 20.000 mehr BezieherInnen im Vergleich zur Sozialhilfe erwartet.

Die Tafel bringt's

zum JUCA!

Das JUCA ist ein Haus für junge wohnungslose Männer und Frauen, die aktiv an der Verbesserung ihrer Lebenssituation
arbeiten möchten. Ein Team von SozialarbeiterInnen und SozialbetreuerInnen begleitet die jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 30 Jahren auf diesem Weg.

Insgesamt stehen 66 Einzelzimmer in Wohngemeinschaften zur Verfügung, z
usätzlich verfügt das Haus über 16 Schlafplätze im Notquartier.

Adress
e: Römergasse 64-66, 1160 Wien
www.caritas-wien.at

  

Profi(l): Fayad Mulla

Die Wiener Tafel ist als Non-Profit-Organisation im hohen Maße auf die Unterstützung von Unternehmen in Form von Sach- und Geldspenden angewiesen.
Für diesen wichtigen Bereich der Mittelakquisition (Fundraising/ Sponsoring) ist seit August 2010 unser Mitarbeiter Mag. Fayad Mulla verantwortlich. "Die Arbeit als Fundraiser für die Wiener Tafel ist eine spannende und interessante Herausforderungen bei der Überzeugungskraft und Hartnäckigkeit gefragt sind." Fayad absolvierte das Studium der Internationalen Entwicklung. Danach war er im In- und Ausland als Geschäftsführer eines Gastronomiebetriebs und Produktmanager tätig. Ein Praktikum in einer NGO gründete  sein besonderes Interesse für Zivilgesellschaft und Entwicklungszusammenarbeit. Zudem kann Fayad auf umfassende Sprachkenntnisse verweisen: Er spricht hervorragend Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Arabisch. Ist es da verwunderlich, dass Reisen, Radfahren und Fotografieren zu seinen Hobbies zählen?!

Kontakt:
 Fayad Mulla
e-Mail: fayad.mulla[at]wienertafel.at
Tel. 01 236 5687 004

Aktuell: Suppe mit Sinn 2010
Die Wiener Tafel startet am 1. November ihre diesjährige Winteraktion „Suppe mit Sinn“. Restaurants und Gaststätten im Großraum Wien bieten ihren Gästen bis 12. Dezember die „Tafel-Suppe“ an. Von jeder in diesem Zeitraum verkauften Suppe geht 1 € als Spende an die Wiener Tafel. KäuferInnen der Suppe machen so nicht nur sich selbst, sondern auch Menschen in Armut satt: Denn mit jedem Euro kann die Wiener Tafel 10 Armutsbetroffene versorgen. Frei nach dem Motto „Wärmender Genuss gegen soziale Kälte“ wählen die beteiligten Gaststätten selbst, welche Suppe von ihrer Speisekarte sie zur „Tafel-Suppe“ küren.
Zum Auftakt der Aktion „Suppe mit Sinn“ kocht Starkoch Christian Domschitz am 4. November eine Suppe nach seinem ganz speziellen Rezept zusammen mit prominenten Gästen im Vestibül im Burgtheater.
Engagierte Gastronomen können die Aktion noch tatkräftig unterstützen: Helfen Sie mit und erzählen Ihren Lieblingswirten von der Möglichkeit der Teilnahme an der „Suppe mit Sinn“.
Mehr Infos erhalten Sie unter: www.suppemitsinn.at

Gerne können Sie die Aktion auch mit Ihrer SMS-Spende unterstützen: Einfach Spendenbetrag per SMS (für Suppe-Mit-Sinn) an 0664 66 00 365 senden und schon macht die Wiener Tafel Bedürftige satt.

Kontakt: Cathrin Eidenhammer
e-Mail: cathrin.eidenhammer[at]wienertafel.at
Tel. 01 236 5687 002

Wiener Tafel erreich den Mond
Am Am 9.9. feierte die „soziale Spedition“ ihren 11. Geburtstag und öffnete die Pforten der neuen Logistikzentrale. 
Zeitgleich wurde von 13.00 Uhr bis spät in die Nacht ein abwechslungsreiches Programm geboten. Hunderte begeisterte BesucherInnen folgten der Einladung und nahmen an Informations- und Austauschtreffen, Filmvorführungen und Visions-Workshops teil.

Den programmatischen Höhepunkt bildete die zeitkritische Podiumsdiskussion: "The Business of Business is Social 
Business". Unter der Moderation von Karin Bauer (KarriereStandard) diskutierten ExpertInnen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft über die Möglichkeiten und Grenzen gesellschaftlich verantwortungsvollen Wirtschaftens in Zeiten der Krise.
Das Schlusswort des Gastgebers Martin Haiderer war nicht ohne Humor: "Wir 
bleiben nicht beim Mond stehen, sondern bewegen uns weiter in Richtung Sonne. Denn wie jede armutsbekämpfende NGO dürfen wir erst dann rasten, wenn wir unserem Ziel so nah gekommen sind, dass wir uns auflösen können - weil es unserer Hilfe nicht mehr bedarf!"
Nach der Podiumsdiskussion klang der Tag mit den Klängen der originellen und schrägen Band INDOWA aus.


Foto: Heidrun Henke.
v.l.n.r. DI Alfred Matousek (Umweltbeauftragter REWE Austria AG), Roman Mesicek (Geschäftsführer von RespAct Austria), Franz-Karl Prüller (Programm Director der Ersten Stiftung), Karin Bauer (KarriereStandard), Martin Haiderer (GF der Wiener Tafel), Prof. Ruth Simsa (NPO-Institut), Hans Mengeringhaus (stv. Vorstand der Deutschen Tafeln)

LeserInnen Post
„Seit 2000 sind uns die Lieferungen der Wiener Tafel eine sehr große Hilfe; wir können damit in manchen Warengruppen bis zu einem Viertel des Bedarfs abdecken. Sehr hilfreich sind für uns die regelmäßigen Gemüse- und Obstlieferungen. Ein großes Dankeschön für euren Idealismus und eure gute Laune; ein großes Kompliment für die perfekte organisatorische Leistung." 
                                      Team Haus Robert Hamerlinggasse 

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Redaktion: N. Zielonke, M. Haiderer, J. Pammer, T. Brunssen, M. Staudacher
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