Editorial
Ulli Schmidt, Geschäftsführerin

Die Früchte unserer Arbeit!

Erntezeit: pralle Körbe, volle Getreidesäcke, reife Früchte – was wir leicht übersehen: nicht alle haben Zugang zur reich gedeckten Tafel!

Dem Überfluss in unserer Gesellschaft stehen nämlich auch Armut, Hunger und Ausgrenzung gegenüber! Während jedeR von uns in Wien durchschnittlich rund 40 kg genusstaugliche Lebensmittel pro Jahr wegwirft, haben andere nicht genug um satt zu werden. Lebensmittel sind zu kostbar, um sie wegzuschmeißen. Es braucht ein stärkeres Bewusstsein für ihren Wert, ihre Herkunft und ihre Herstellung. Die Wiener Tafel arbeitet seit 13 Jahren daran, diese absurde Diskrepanz zu beseitigen, indem sie die wertvollen Lebensmittel vor dem Müll rettet und an armutsbetroffene Menschen verteilt.

Anlässlich des 13. Geburtstages der Wiener Tafel findet als Highlight im „Europäischen Jahr des aktiven Alterns und der Solidarität zwischen den Generationen 2012“ am Donnerstag, 6.9.2012 eine Podiumsdiskussion statt. Näheres dazu lesen Sie im vorliegenden Newsletter unter „Intern".
Beim beliebten Freihausviertelfest in der Schleifmühlgasse im 4. Bezirk am 14. und 15. September können Sie sich kulinarisch an einer Langen Tafel verwöhnen lassen und dabei Gutes tun, denn 1 Euro pro konsumierter Speise oder pro konsumiertem Getränk kommt der Wiener Tafel zugute!

Einen angenehmen Sommerausklang und einen guten Start in den Herbst wünscht Ihnen

Ihre Ulli Schmidt

Profi(l): Josef Temmel

„Etwas Sinnvolles machen“ ist das leitende Motto für Josef Temmel, der sich seit Anfang dieses Jahres für die soziale Transferarbeit der Wiener Tafel engagiert. Von Beruf Schriftsetzer wandte sich Josef schon früh der Musik zu und war in der Folge mehrere Jahre als frei schaffender Künstler in Deutschland und Italien tätig. Seine kreative Begabung konnte er auch während seiner langjährigen Tätigkeit für Greenpeace entfalten. Josef spezialisierte sich zunehmend im Sektor Public Relations: Homepagebetreuung, Medienbeobachtung, Verfassen von PR – Beiträgen in Zeitschriften, etc.

Diese Fähigkeiten bringt Josef nun auch als ehrenamtlicher Mitarbeiter bei der Wiener Tafel höchst effizient ein. Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Marketing gibt er mit seinen Erfahrungen und kreativen Ideen wertvolle Impulse für den Außenauftritt des Vereins. In seiner Freizeit musiziert Josef gerne, aber auch für „moderaten Sport“ hat er großes Interesse. „Etwas Sinnvolles machen“ bedeutet für Josef soziales Handeln - mit Menschen und für Menschen. Als ehrenamtlicher Mitarbeiter bei der Wiener Tafel kann er sein Motto verwirklichen!

Intern: Podiumsdiskussion "Macht Ehrenamt im Alter glücklich?"

Die Wiener Tafel feiert ihren „13. Geburtstag“ auch heuer mit einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion anlässlich des „Europäischen Jahres des aktiven Alterns und der Solidarität zwischen den Generationen 2012“. Gegründet wurde Österreichs älteste Tafelorganisation am 9.9.1999 von Martin Haiderer, dem Obmann der Wiener Tafel. Am Donnerstag, 6. September 2012 findet ab 18.30 Uhr im Ringturm (20. Stock) im 1. Bezirk eine Podiumsdiskussion mit dem Thema "Macht Ehrenamt im Alter glücklich?" statt. VertreterInnen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Politik und der Wiener Tafel werden sich den Fragen von Karin Bauer, Leiterin des KarriereStandard, stellen. In bewährter Form wird die Veranstaltung auch heuer wieder in Medienkooperation mit der Tageszeitung DerStandard und zum ersten Mal in Zusammenarbeit mit der VIENNA INSURANCE GROUP über die Bühne gehen. Mehr Informationen dazu finden Sie auf: www.wienertafel.at

Die Tafel bringts
zum jedmayer

Das jedmayer ist eine Einrichtung der Suchthilfe Wien gGmbH und betreibt die größte niedrigschwellige sozialmedizinische Einrichtung Österreichs. Suchtbegleitende, Angebote und eine suchtakzeptierende Haltung stellen im jedmayer die Basis für die Arbeit mit den KlientInnen dar. Die auf fünf Etagen aufgeteilte Einrichtung umfasst ein Tageszentrum, eine Notschlafstelle mit 26 Betten, ein medizinisches Ambulatorium, Beratungs- und Sozialräume sowie betreutes Wohnen. Außerdem wird rund um die Uhr kostenloser Spritzentausch angeboten.
Die neue Institution im Bezirk Mariahilf ersetzt das sozialmedizinische Zentrum "Ganslwirt"sowie das "TaBeNo, die ebenfalls von der Wiener Tafel beliefert wurden.

Kontakt:
Gumpendorfer Gürtel 8,
1060 Wien
24h-Hotline +43(0)1 4000 53799
www.jedmayer.a
Partnerschaft: Erntedankfest 2012: Bäuerliches Genießen mitten in Wien

Im Sinne der Nachhaltigkeit sind Regionalität und Saisonalität für die Wiener Tafel wichtige Inhalte – deshalb ist die Wiener Tafel auch heuer wieder mit einem Infostand am Erntedankfest am Heldenplatz vertreten. Wiener Tafel-Vorstand Stefan Kaulich wird beim alljährlichen Talk auf der Festbühne die im Herbst beginnenden WienerTafelFreuden als neues Veranstaltungskonzept der Wiener Tafel vorstellen: Lebensmittel sinnlich erlebbar machen. Die österreichische Landwirtschaft feiert mit den WienerInnen heuer zum 12. Mal den Erntedank. Für zwei Tage wird aus dem Wiener Heldenplatz unter dem Motto "Essen ist Heimat" eine Bühne für alle erdenklichen kulinarischen Genüsse. Kommen Sie mit Ihrer Familie vorbei zum Genusspicknick am Heldenplatz! Am Höhepunkt des Festes steht der traditionelle Umzug der Erntewagen.
Es erwartet Sie ein Wochenende voll bäuerlichen Genießens.

Mehr Informationen zum Erntedankfest 2012 finden Sie unter: www.wienertafel.at

Aktuell: Kochen mit Sinn

"Kochen mit Sinn" im Babette's zu Gunsten der Wiener Tafel: Den Wert von Lebensmitteln sinnlich erleben und schätzen lernen durch "sinnvoll Kochen": Babette's-Kochkurs am 23. Oktober 2012, 18:00 Uhr, Freihausviertel Schleifmühlgasse 17, 1040 Wien, Tel.: 01 585 5165
www.babettes.at

Sinnvoll Kochen geht nicht nur einfach, es schmeckt auch noch gut! In diesem Kochkurs geht es um saisonale Grundprodukte, die leicht und günstig zu beschaffen und gut zu lagern sind. Mit ein paar Ideen und Handgriffen zaubern Sie daraus feine, schlichte Gerichte, die das Zeug zu Alltagsklassikern haben. Sollte doch mal was davon übrig bleiben: kein Problem! Wie Sie die "Restln" genussvoll und unkompliziert weiter verarbeiten zeigt Ihnen Nathalie Pernstich vom Babette’s. Wir finden, das macht Sinn. Sinn macht außerdem, dass 20 Euro Ihrer Gebühr für diesen Kurs der Wiener Tafel zu Gute kommen!

Diese Veranstaltung ist eine von vielen, die im Rahmen des neuen Wiener Tafel-Konzeptes „WienerTafelFreuden“ angeboten werden. Mehr dazu in den nächsten Newslettern.

Faktum:

Wie der deutsche Spiegel und die Presse berichteten musste ein Bäcker in Deutschland € 5.000,- Steuer für Backwaren, die er der lokalen Tafel überlassen hatte, nachzahlen. Steuerrechtlicher Hintergrund ist der Umstand, dass Betriebe für Wareneinkauf Vorsteuer abziehen können und diese in Form von Umsatzsteuer wieder abführen müssten, selbst wenn sie die Produkte verschenken. Im Falle einer Vernichtung der Lebensmittel würde jedoch keine Steuer anfallen. „Die Presse“ berichtete nach Recherche bei der Wiener Tafel von dieser bizarren Vorgehensweise.

Derzeit gibt es in Österreich keine ähnlichen Fälle bei denen das Finanzamt Umsatzsteuer für Warenspenden eingefordert hätte. Die österreichischen Steuerbehörden haben bislang viel Augenmaß, Vernunft und soziales Gewissen bewiesen.

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LeserInnen-Post:

„Ich denke, dass die letzten Jahre nicht unbeeinflusst von unser beider Arbeit geblieben sind und es mittlerweile sehr einfach ist, sich über die Weitergabe von Lebensmitteln zu informieren. Viele Unternehmen versuchen durch interne Optimierungen Lebensmittelabfälle im eigenen Umfeld zu verringern. Von den Mengen, die noch einwandfrei genießbar sind, werden Teile an soziale Organisationen weitergegeben, sodass diese Lebensmittel einer sinnvollen Verwendung anstelle einer Entsorgung zugeführt werden.“
Dipl.-Ing. Felicitas Schneider, Expertin für Lebensmittelabfälle an der BOKU-Wien

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