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Editorial
Ulli Schmidt, Geschäftsführerin

 

Ich bin am Land aufgewachsen und hatte die Gelegenheit unmittelbar zu erfahren, wie Lebensmittel entstehen, wie sie gedeihen, wie sie geerntet und verwertet werden. Ich habe erlebt, dass Lebensmittel unter intensiver Kraftaufwendung hergestellt werden, dass das Klima und die Jahreszeiten großen Einfluss auf das Wachstum haben und auch ganze Ernten zerstören können. Ich habe gelernt, wann welche Pflanze Saison hat, wie aus diesen Produkten Gerichte zubereitet werden, was man alles daraus machen kann und wie sie konserviert werden. Dadurch ist mir bewusst geworden, welchen Wert Lebensmittel haben. Nicht alle haben das Glück dies in ihrer Kindheit erlebt zu haben. Das Wissen darüber ist vielen Menschen nicht zugänglich oder verloren gegangen. Die Wiener Tafel versucht neben dem angewandten sozialen Transfer – den Hilfslieferungen - durch bewusstseinsbildende Maßnahmen auf den Umgang mit Lebensmitteln aufmerksam zu machen. Die Veranstaltungsschiene WienerTafelFreuden setzt genau hier an und bietet Möglichkeiten, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Kochworkshops, die einen nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln und bewusstes Einkaufen und Zubereiten vermitteln, bilden hier einen Schwerpunkt. Näheres dazu lesen Sie unter der Rubrik Aktuell.
Die Wiener Tafel ist im April auf vielen Veranstaltungen präsent. Besuchen Sie uns, z.B. am Social Business Day, auf der GreenExpo vom 19. bis 21. April oder beim Genussmarkt fairERLEBEN im Rathaus am 23. und 24. April 2013. Ich wünsche Ihnen alle Gute und verbleibe mit einem herzlichen Frühlingsgruß

Ihre Ulli Schmidt

Profi(l): Martin Haiderer

Es gibt Menschen, die stehen für ein Programm, für eine Beispiel gebende Haltung. Ein solcher ist Martin Haiderer. Er ist eine jener Persönlichkeiten, die humanitäre Ideen nicht nur äußern, sondern auch aktiv in die Praxis umsetzen. Als er am 9.9.1999 mit zwei Freunden die Wiener Tafel initiierte, tat er das nach dem Motto „Es gibt nichts Gutes, es sei denn man tut es!“ Damit hat Martin Haiderer eine nachhaltige Initiative zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung geleistet, die vielfache Anerkennungen in der Öffentlichkeit gefunden hat. So wurde er z.B. 2006 für sein humanitäres Engagement als Österreicher des Jahres nominiert. Als studierter Sozialarbeiter, Politologe und Philosoph ist Martin Haiderer vielseitig tätig: Er ist u.a. Obmann der Wiener Tafel, Leiter der Caritas-Wohnungslosenhilfe und freier Supervisor, Coach und Organisationsentwickler. Diesem umfangreichen Engagement entspricht die Vielfalt der Interessen unseres Obmanns: Nachhaltiges Wirtschaften, Politik, Philosophie, Kultur, Natur, u.v.a. Für die Wiener Tafel engagiert er sich nach wie vor mit großer Begeisterung: „Weil sie ein lebendiges und buntes Beispiel für eine funktionierende Zivilgesellschaft ist und zeigt, wie viel auch im kleinen Rahmen bewegt werden kann (nämlich über 460 t im Jahr).“ Zum Ausgleich für sein dichtes Arbeitspensum liebt Martin Haiderer ausgedehnte Reisen rund um die Welt sowie viel Zeit in der Natur.

 

 

 

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Aktuell: Austrian Social Business Day

Am 9. April findet im WIFI Wien der Austrian Social Business Day statt. Diese Veranstaltung versteht sich als Drehscheibe für eine verbesserte Kooperation zwischen Unternehmen, Non-Profit-Organisationen und Social Entrepreneurs, mit dem Ziel gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen zu meistern. Dazu werden Fachworkshops angeboten und Good-Practice Beispiele vorgestellt. Die Wiener Tafel ist dabei durch Martin Haiderer (Gründer und Obmann) vertreten und wird an der Podiumsdiskussion zur Frage "Wie verteilen wir die Verantwortung in einer kooperativen Wirtschaft und Gesellschaft?" teilnehmen. Die Diskussion beginnt um 15:00 Uhr im Karl Dittrich Saal des WIFI Wien, Währinger Gürtel 97. Gemeinsam mit Nathalie Pernstich vom Babette‘s – der Herausgeberin der „Rezepte mit Sinn“ werden Markus Hübl (Pressesprecher der Wiener Tafel) und Karl-Anton Goertz (Fundraiser der Wiener Tafel) die WienerTafelFreuden als Good-Practice vorstellen und Möglichkeiten neuer Kooperationen ausloten.
Weitere Informationen unter: http://www.socialbusinessday.org

Aktuell: WienerTafelFreuden

Im Rahmen der WienerTafelFreuden finden im Frühjahr in Kooperation mit Rewe und Merkur drei Kochworkshops in der Merkur-Akademie statt. In den Kochkursen werden gemeinsam Menüs aus dem Rezeptbüchlein "Rezepte mit Sinn" unter Verwendung saisonaler und regionaler Produkte zubereitet. Die Workshops dauern ca. 3-4 Stunden und sind für max. 12 TeilnehmerInnen vorgesehen (MitarbeiterInnen von Rewe, KlientInnen der von der Wiener Tafel belieferten Sozialeinrichtungen, ehrenamtliche MitarbeiterInnen und Interessierte der Wiener Tafel sowie MitarbeiterInnen von anderen KooperationspartnerInnen).

Wann: 13. und 14.Mai sowie
3. Juni 2013 um 17.00 Uhr
Wo: Schauküche der Merkur-Akademie in der Merkur-Filiale Swatoschgasse im 11. Wiener Gemeindebezirk.

Interessierte können sich bei Monika Heis anmelden: monika.heis@wienertafel.at,
01/2365687-104

 

trennlinie Faktum:

Die Wiener Tafel lebt es schon seit mehr als 13 Jahren: „Lebensmittel gehören in den Magen und nicht in den Müll!"
Dennoch landen in Österreich jährlich rund 157.000 Tonnen an verpackten und unverpackten Lebensmitteln sowie Speiseresten von über einer Milliarde Euro im Restmüll. Das sind pro Haushalt und Jahr Waren im Wert von 300 Euro. Deshalb startete das Lebensministerium die Initiative „Lebensmittel sind kostbar!" Im Reigen dieser Meetings war auch die Wiener Tafel eingeladen um über die 14-jährige Erfahrung Österreichs ältester Tafelorganisation Österreichs zu berichten und Vorschläge zu machen, wie noch mehr Lebensmittel davor bewahrt werden können, im Müll zu landen.
Ziel des Lebensministeriums ist es, die Lebensmittelabfälle im Restmüll bis Ende 2016 um 20 Prozent zu verringern sowie die Lebensmittelverschwendung entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu reduzieren. Um dieses Problem gezielt angehen zu können, wurde im Rahmen einer vom Lebensministerium initiierten Studie untersucht, welche Personengruppen besonders dazu neigen, Lebensmittel im Müll zu entsorgen. Dabei kam zum Vorschein, dass es sich vor allem um ein Generationenthema handelt. So gaben Personen, die das 50. Lebensjahr überschritten haben, an, seltener als einmal im Monat Lebensmittel im Müll zu entsorgen. Rund 60 Prozent von ihnen geben an, Lebensmittel seltener bis nie wegzuwerfen. Bei den 15-29-Jährigen sind es hingegen nur mehr 29 Prozent und bei 30-49-Jährigen 40 Prozent. Ein Geschlechterunterschied war auch feststellbar: Männer werfen geringfügig mehr weg. 40 Prozent von ihnen geben an Lebensmittel "selten bis nie" im Müll zu entsorgen, bei den Frauen hingegen sind es 46 Prozent.

 

Die Tafel bringts Haus Miriam

Das Haus Miriam ist eine Einrichtung für Frauen, die sich in einer akuten Notlage befinden und einen geschützten Raum brauchen, um mit professioneller Unterstützung einen Neuanfang zu wagen. Das Haus hat eine Kapazität von 38 Plätzen und vier Notquartierbetten.
Die Schlafplätze im Notquartier des Hauses werden vom P7, dem Wiener Service für Wohnungslose, vermittelt. Die Plätze werden ausschließlich an Frauen vergeben, die auf der Straße stehen und keine andere Übernachtungsmöglichkeit haben. Die Probleme der Bewohnerinnen sind vielfältig: neben wirtschaftlichen Schwierigkeiten, Verlust der Wohnung bei Trennung oder Scheidung haben sie oftmals Gewalt oder sexuellen Missbrauch erfahren. Sucht, psychische Erkrankungen, nicht gesicherter Aufenthaltsstatus oder HIV kommen häufig dazu. Durch intensive Einzelbetreuung werden die Frauen dabei unterstützt, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. 


Kontakt
Haus Miriam
Übergangswohnheim für Frauen in Krisensituationen
Schopenhauerstraße 10,
1180 Wien
Tel. 01/408 60 45

Partnerschaft: Wienerlied für Wiener Tafel

Bereits zum wiederholten Male unterstützt das Wienerlied-Festival "Wean Hean" die Wiener Tafel.  Vom 18. April bis 16. Mai gastieren Künstler in den unterschiedlichsten Locations in Wien und leben die Wienerlied-Tradition. Dabei haben ehrenamtliche MitarbeiterInnen der Wiener Tafel die Möglichkeit, Spenden für die soziale Transferarbeit der Wiener Tafel zu sammeln. Die Wiener Tafel bedankt sich für diese wertvolle und nachhaltige Kooperation!

 

 

Ohne Göd ka Musi, ohne Musi ka Göd, mit Musi vü Göd…

Das Internationale Akkordeon-Festival hat die Wiener Tafel heuer zum ersten Mal unterstützt. Die Konzertreihe fand bereits zum 14. Mal statt und hatte in diesem Jahr einen nordischen Schwerpunkt. Auch KünstlerInnen aus den skandinavischen Ländern präsentierten ihre Akkordeonmusik in Wien. In der Zeit von 23. Februar bis 24. März konnten die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen der Wiener Tafel bei allen Konzerten des Festivals Spenden für die Wiener Tafel sammeln und bedankt sich an dieser Stelle sehr herzlich bei Organisator Friedl Preisl, der diese Kooperation ermöglicht hat. Das Ergebnis ist beeidruckend!

 

akkordeonfestival

 

LeserInnen-Post

„Samstag mit Sinn. Bei Sonnenschein ist es die reinste Freude, am Naschmarkt Warenspenden für die Wiener Tafel zu sammeln. Nur ein bissl wärmer könnt’s schon sein…“                                                 Petra, Tafelritterin via Facebook

 

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