Mai 2016
Editorial


alexandragruber

Liebe KooperationspartnerInnen und Freunde der Wiener Tafel!

Die aktuelle Ausgabe des Wiener Tafel Newsletters steht ganz im Zeichen der kommenden Langen Tafel: Erstmals in der Geschichte der Wiener Tafel findet die traditionelle Lange Tafel im Rathaus und gemeinsam mit einem Partner, dem Vienna Food Festival, statt.

Am Freitag, den 3. Juni 2016 wird das Thema „Food waste und die soziale Verantwortung“ im Vordergrund stehen, mit der Langen Tafel sowie mit einem Food Waste Symposium mit hochkarätigen ReferentInnen, während im Laufe des weiteren Wochenendes (4. & 5. Juni 2016) mit cirka 40 food trucks und Essensständen der kulinarische Genuss in den Vordergrund rückt.

Am Freitag den 3. Juni 2016 wird fast das ganze Wiener Tafel Team inklusive Vorstand bei der Langen Tafel anzutreffen sein und alle VertreterInnen Österreichs ältester Tafel-Organisation stehen sehr gerne jederzeit für Gespräche, Diskussionen, Fragen und Anregungen zur Verfügung! Nutzen Sie die Gelegenheit, die Wiener Tafel, ihr Kern-Team und das große Team an ehrenamtlichen MitarbeiterInnen sowie ihre Arbeit näher kennenzulernen. Wir freuen uns sehr, Sie gemeinsam mit Ihren Freunden, Verwandten und Bekannten am 3. Juni 2016 im Arkadenhof und in der Volkshalle des Wiener Rathauses begrüßen zu dürfen! Setzen Sie mit uns gemeinsam ein Zeichen gegen Armut, Hunger und Lebensmittelverschwendung und unterstützen Sie damit die Arbeit der Wiener Tafel!

Mein Dank gilt abschließend allen UnterstützerInnen - in erster Linie unseren KooperationspartnerInnen: der Umwelt-Musterstadt Wien und Billa/REWE, welche die Veranstaltung am Freitag, 3. Juni 2016 ermöglichen, ebenso wie dem Vienna Food Festival. Last but not least gilt mein Dank dem wunderbaren Team der Wiener Tafel, den MitarbeiterInnen, die sich über die letzten Wochen intensiv mit der Veranstaltung beschäftigt haben ebenso wie allen ehrenamtlichen HelferInnen, die uns an diesen drei Tagen wieder vor Ort tatkräftig unterstützen werden.

Ich freue mich auf ein Kennenlernen bzw. Wiedersehen bei der Langen Tafel und beim Vienna Food Festival!

Herzlichst,
Ihre Alexandra Gruber

Geschäftsführerin Wiener Tafel
0650/901 00 06
alexandra.gruber@wienertafel.at


Profi(l)e - Ulrike Schmidt
ulli

Im Februar 2016 wurde der ehrenamtlich tätige Vorstand des Verbandes der österreichischen Tafeln neu gewählt. Den Vorsitz übernahm damit Mag.a Ulrike Schmidt vom bisherigen Obmann Mag. Helmut Adam. Die österreichischen Tafeln retten jährlich rund 900.000 Kilogramm Lebensmittel vor der Vernichtung und versorgen mit diesen wertvollen Warenspenden 27.000 Armutsbetroffene in 142 Sozialeinrichtungen.

Ulrike Schmidt war nach dem Ende ihres Soziologie-Studiums acht Jahre bis März 2015 für die Wiener Tafel tätig, zuletzt als Geschäftsführerin. Nach ihrer Zeit bei der Wiener Tafel wollte sie zunächst etwas ganz anderes machen und ist seit dem Sommer in der Privatwirtschaft aktiv. „Ich arbeite für ein ökologisch nachhaltig wirkendes Feuerbestattungsunternehmen in Oberösterreich, das im Oktober 2015 eröffnet wurde und mit seinem ganzheitlichen Konzept neue Wege beschreitet. In der Anfangsphase war ich vor allem für die Akquisition, den Aufbau der Büroorganisation und die Aufnahme des Personals zuständig. Derzeit bin ich je nach Bedarf im Einsatz - hauptsächlich aber für die Akquisition und Betreuung von Bestattungsunternehmen zuständig“, beschreibt sie ihre neue in jeder Hinsicht herausfordernde Tätigkeit.

Neben der beruflichen Veränderung haben sie die derzeitigen aktuellen gesellschaftspolitischen Entwicklungen und die notwendigen Aufgaben dazu veranlasst, ihr Wissen in den Bereichen Migration und Integration zu vertiefen. Neben ihrer Arbeit studiert Ulrike Schmidt daher seit März 2016 „Migrationsmanagement“ an der Universität Salzburg. Daneben schlägt ihr Herz aber auch immer noch sehr für die österreichischen Tafeln. „Meine Lebens- und Arbeitszeit möchte ich für sinnvolle und gesellschaftsrelevante Initiativen aufbringen. Die Tafel-Idee begeistert mich immer noch“, sagt Ulrike Schmidt über ihre Motivation sich jetzt als Obfrau des Verbandes der österreichischen Tafeln zu engagieren.

Der Verband der österreichischen Tafeln dient als überregionale Informationsdrehscheibe und vertritt die Interessen der Tafeln und ihrer KundInnen gegenüber Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auf nationaler und internationaler Ebene. „Ziel des Verbandes der österreichischen Tafeln ist es, gemeinsam mit Partnern eine Strategie auf nationaler Ebene zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen und Armut zu entwickeln und diese durch die praktische Tafelarbeit umzusetzen,“ bringt Ulrike Schmidt das Ziel der Arbeit des Verbandes auf den Punkt.

Der Verband forciert außerdem weitere Tafel-Gründungen vor allem in den Bundesländern – zur Zeit besonders in Niederösterreich, Steiermark und Tirol. Interessierte werden gebeten sich zu melden. Für seine weitere erfolgreiche Arbeit benötigt der Verband weiterhin Sach-, Lebensmittel- und Geldspenden und trägt somit maßgeblich dazu bei Armut zu lindern.

Aktuell I: Besuchen Sie uns beim Vienna Food Festival und bei der Langen Tafel von 3. bis 5. Juni 2016
marmelade mit sinn

DAS Sommerevent der Wiener Tafel, die 8. Lange Tafel, findet dieses Jahr zum ersten Mal nicht als Straßenfest statt, sondern am Freitag, 3. Juni, im Arkadenhof des Wiener Rathauses als Teil des Vienna Food Festivals, das bis Sonntag, 5. Juni, andauern wird. Alle FreundInnen, UnterstützerInnen, TafelmitarbeiterInnen und BesucherInnen des Rathauses sind herzlich eingeladen, bei Musik, Showkochen, feinem Essen & Trinken und guter Unterhaltung an der Langen Tafel Platz zu nehmen! Schirmherrin ist Stadträtin Ulli Sima. Der Eintritt über alle drei Tage ist frei!

Das »Vienna Food Festival« steht für Genuss und Esskultur – die Wiener Tafel für soziale Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit. Gemeinsam teilen sie Werte und Ziele für einen verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln. Aus diesem Grund stellen die Wiener Tafel und das Vienna Food Festival die Wertschätzung Lebensmitteln gegenüber in den Mittelpunkt einer vielseitigen und spannenden Veranstaltung!

Das folgende Programm erwartet Sie am Freitag:

11:30-12:00 Eröffnung Lange Tafel und Vienna Food Festival mit prominenten Unterstützern, wie Mag. Ulli Sima, Julia Stemberger, Barbara Stöckl, Werner Gruber und vielen mehr
Moderation: Markus Hübl, Wiener Tafel.

Die Lange Tafel 3. Juni, 12 bis 22 Uhr, Arkadenhof des Wiener Rathauses.

Ziel der Langen Tafel ist es auch heuer wieder, die Wiener Tafel und ihre soziale Transferarbeit möglichst vielen Interessierten näher zu bringen und die Freiwilligentätigkeit gegen Armut, Hunger und Lebensmittelvernichtung öffentlich sichtbar zu machen! Die Wiener Tafel – der Verein für sozialen Transfer – rettet bis zu drei Tonnen Lebensmittel pro Tag vor dem Müll und versorgt mit den wertvollen Warenspenden von Handel, Industrie und Landwirtschaft 18.000 Armutsbetroffene in über 100 Sozialeinrichtungen im Großraum Wien. Mehr als 400 ehrenamtliche MitarbeiterInnen verrichten diese Arbeit an sechs Tagen pro Woche.

Die „Lange Tafel“ ist die öffentlichkeitswirksamste und in den Medien breit wahrgenommene jährliche Veranstaltung der Wiener Tafel. Wir erwarten im Laufe des Nachmittages 2.000-3.000 Gäste an der „Langen Tafel“ und beim gleichzeitig stattfindenden „Food Waste Symposium“.

ProfiköchInnen wie Michaela Russmann von der Biowerkstatt oder Cornelia Diesenreiter von „unverschwendet“ werden während der gesamten „Langen Tafel“ aus geretteten Lebensmitteln Köstlichkeiten zubereiten. Frische, gesunde Lebensmittel und der verantwortungsvolle Umgang mit diesen wertvollen Ressourcen stehen hierbei im Vordergrund. Begleitet wird der Tag von einem bunten Bühnenprogramm – das Wiener Kabinettorchester, die MusikarbeiterInnenkapelle, das Stimmgewitter Augustin und andere KünstlerInnen werden für beste Unterhaltung sorgen! Außerdem können BesucherInnen der „Langen Tafel“ bei einem Gewinnspiel attraktive Preise gewinnen – etwa einen Kurzurlaub am Bauernhof.

Food Waste Symposium in der Volkshalle Nordvestibül des Wiener Rathauses: Teil 1 von 12:00 bis 14:30 und Teil 2 von 15:00 bis 17:30

Jährlich fallen in Österreich - angefangen bei Produktion und Industrie über Gastronomie bis hin zum Lebensmittelhandel und den Privathaushalten - rund 800.000 Tonnen Food Waste an. Davon gelten rund 500.000 Tonnen als vermeidbare Abfälle. Dieses Thema greift das Food Waste Symposium auf: ExpertInnen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung werden dabei in kurzen Vorträgen die Wertschöpfungskette der Lebensmittelproduktion durchleuchten und ihre persönlichen Sichtweisen darstellen. In Podiumsdiskussionen sollen Lösungsansätze besprochen und dokumentiert werden.

So wird es im ersten Teil des Food Waste Symposiums von 12:00 bis 14:30 Uhr nach einer originellen und unterhaltsamen Key Note von Martin Hablesreiter, Honey & Bunny, um best practice Beispiele der Lebensmittelabfallvermeidung entlang der gesamten Wertschöpfungskette gehen. Es diskutieren Dipl. Ing. Felicitas Schneider, Abfallexpertin, Mag. Tanja Dietrich-Hübner, Nachhaltigkeitsabteilung REWE, Mag. Ulrike Stocker, MA 22, Umweltschutzabteilung der Stadt Wien, Mag. Werner Wutscher, New Venture Scouting und Dipl.Ing. Christian Pladerer, Österreichisches Ökologie-Institut.

Im zweiten Teil des Food Waste Symposiums von 15:00 bis 17:30 Uhr geht es dann verstärkt um das individuelle Konsumverhalten und die dahinterliegende KonsumentInnenpsychologie. Nach einer Key Note von Nadine Golovkin vom Marktforschungsinstitut GFK diskutieren gemeinsam und mit dem Publikum: Dipl. Ing. Cornelia Diesenreiter, „unverschwendet“, Dr. Martin Hofer, MA 38 – Lebensmitteluntersuchungsanstalt der Stadt Wien, Axel Schwarzmayr, Unilever / united against waste, Dr. Thomas Fischer, „wirf nix weg“ und Hannes Royer, „Land schafft Leben“.

Und wie wird das Festival am Samstag, 4.6.2016 und Sonntag, 5.6.2016 weitergehen? An 40 Marktständen, in Straßenküchen, Food Trucks und mobilen Bars werden Sie für Ihre kulinarischen Vorlieben genau das Richtige finden! Dabei liegt der Schwerpunkt bei regionalen und fair gehandelten Produkten sowie bei Gerichten und Snacks aus nachhaltiger und biologischer Produktion.

Food & Eat Design. Essen ist mehr als nur Nahrungsmittel. Hinter dem Begriff »Design« versteckt sich der Aspekt der »Gestaltung«. Denn wir »formen« Produkte, kulinarische Traditionen, Essensräume und -kulturen. In innovativen Vorträgen und Workshops wird zum Thema, was Essen noch bedeuten kann, wenn wir über den Tellerrand hinaus schauen. Sonntag ab 13 Uhr im Nord-Vestibül.

Die Wiener Tafel wird aktiv mit dem Wiener Tafel-Geruchs- und Geschmackslabor vertreten sein. Schauen, Riechen, Tasten, Schmecken – unsere Sinne ermöglichen einen intuitiven und lustbetonten Zugang zum Thema Ernährung. Bei den Stationen des Wiener Tafel-Geruchs- und Geschmackslabors nützen Kinder und Erwachsene ihre eigenen Sinne, um Eigenschaften und die Qualität von Lebensmitteln aktiv zu erleben und zu ergründen: Samstag, 4. Juni und Sonntag, 5. Juni 2016 jeweils ab 11:00 Uhr in der Volkshalle des Wiener Rathauses.

Unser herzlicher Dank gilt allen UnterstützerInen, in erster Linie der Umwelt Musterstadt Wien und unserem Hauptsponsor Billa/REWE, weiters den Tourismusschulen MODUL der Wirtschaftskammer Wien, „Kastner“, „TransGourmet“, „Biohof Adamah“, „Urlaub auf dem Bauernhof“, dem „Samariterbund“, der „BioWerkstatt“, sowie den Unternehmen „unverschwendet“, „Sophienalpe“, „die burgermacher“ und „La Crêperie mobile“!

Aktuell II: Wiener Tafel gewinnt beim Phönix
marmelade mit sinn

Foto: ÖWAV/Titzer

Unser Projekt „Noch Gutes vom Großgrünmarkt“ wurde vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft im April für zwei Preise nominiert: Beim Abfallwirtschaftspreis Phönix haben wir in der Kategorie „Abfallvermeidung und Re-use“ gewonnen. Im Rahmen dieses Projektes retten die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen der Wiener Tafel gemeinsam mit Asylwerbern Obst in den Hallen am Großgrünmarkt vor der Entsorgung. Durch Aussortieren und Veredeln wird in Zusammenarbeit mit den ProfiköchInnen von „unverschwendet“ aus noch einwandfreiem, genießbarem Obst „Marmelade mit Sinn“. Bundesminister Andrä Rupprechter übergab den Preis in Form einer Urkunde und eines Schecks in der Höhe von 1.000.-€.

Eine weitere Nominierung für das Projekt am Großgrünmarkt gab es außerdem beim Viktualia Award 2016 – der Auszeichnung für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Lebensmitteln - in der Kategorie „Soziale Initiativen und Projekte“.

Wir freuen uns sehr über diese große Anerkennung für unsere Arbeit und werden uns auch im 17. Jahr unseres Bestehens mit hoher Innovationskraft und großem sozialem und ehrenamtlichem Engagement gegen Armut, Hunger und Lebensmittelverschwendung einsetzen.

Kooperationspartner des Vienna Food Festivals: REWE Group
marmelade mit sinn

Als eines der größten Lebensmitteleinzelhandelsunternehmen in Österreich ist REWE ein wichtiger Partner der österreichischen Tafeln.

Die Kooperation zwischen der REWE Group und der Wiener Tafel läuft seit über 10 Jahren auf mehreren Ebenen und beinhaltet sowohl Unterstützung auf immaterieller als auch auf materieller Ebene. Die Kooperation der REWE-Group mit der Wiener Tafel zielt darauf ab, die Rettung von Lebensmitteln vor der Entsorgung und die Versorgung von Armutsbetroffenen in professionellen Sozialeinrichtungen mit den wertvollen Warenspenden zu unterstützen. Darüber hinaus wird der laufende Logistik-Betrieb der Wiener Tafel strukturell unterstützt. Die Zusammenarbeit auf bewusstseinsbildender Ebene dient dazu, einen gesellschaftspolitischen Wandel im Umgang mit Lebensmitteln zu unterstützen und die Mengen an vermeidbaren Lebensmittelabfällen zu reduzieren.

Neben der Wartung des Wiener Tafel-Fuhrparkes, der Zusammenarbeit im Kerngeschäft der Wiener Tafel - der Rettung von Lebensmitteln - und finanzieller Unterstützung der sozialen Transferarbeit konzentrieren sich REWE Österreich und Wiener Tafel auf gemeinsame Aktivitäten im Bewusstsein bildenden Kontext: Mit der Veranstaltung von WienerTafelFreuden-Kochworkshops in den professionell eingerichteten Räumen der REWE Akademie konnten neben interessierten ehrenamtlichen MitarbeiterInnen der Wiener Tafel und armutsbetroffenen KlientInnen von Sozialeinrichtungen auch REWE-MitarbeiterInnen und vor allem Lehrlinge der REWE-Akademie dazu gewonnen werden: Unter Anleitung von zwei Profiköchen und Ausbildnern von REWE praktizierten sie durch reflektiertes gemeinsames Kochen nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln unter Prämisse der Abfallvermeidung.

Mit seiner Marke Billa unterstützt REWE Österreich die Umsetzung der Langen Tafel 2016 im Wiener Rathaus mit dem Food Waste Symposium am 3. Juni 2016!

Die Tafel bringt’s zum Haus Siemensstrasse, wieder wohnen
siemensstrasse

Das Haus Siemensstraße befindet sich in Floridsdorf und ist ein Übergangswohnhaus für 232 wohnungslose Männer. Sie leben hier in Einzelzimmern. Aufenthaltsräume, Küchen und Sanitärbereiche werden gruppenweise genutzt.

Die Bewohner des Hauses Siemensstraße werden vor Ort hausärztlich, zahnmedizinisch, psychiatrisch, drogenmedizinisch und urologisch betreut - und sie werden auf ihrem Weg zurück in die Gesellschaft psychologisch und durch Sozialarbeiter unterstützt. Das Betreuungspersonal steht ihnen täglich rund um die Uhr zur Verfügung.

Ihnen stehen PCs mit Internetzugang und TV und ein Fitnessbereich zur Verfügung, es gibt Sport- und Kulturaktivitäten wie Tischtennis und Tischfußball, einen Fahrradverleih, gemeinsame Feste und einen eine Kabarettgruppe.

Die Bewohner müssen sich mit einem Monatsbeitrag von € 200,- (inklusive Strom- und Heizkosten) an den Kosten beteiligen, und die vorgesehene maximale Aufenthaltsdauer beträgt grundsätzlich bis zu zwei Jahre, in einzelnen Fällen aus humanitären Gründen auch länger. Getragen wird dieses große Sozialprojekt von der Stadt Wien durch den Fonds Soziales Wien „wieder wohnen“.

Faktum I: Wiener Tafel Rückblick – ORF Umweltinitiative MUTTER ERDE 2016 vom 7. bis 15. April
orf

Die seit Jahren geleistete Aufklärungsarbeit der Wiener Tafel mit dem Ziel, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden, trägt Früchte! Im ORF fand zwischen 7. und 15. April 2016 das Projekt „Mutter Erde braucht Dich“ statt, Schwerpunkt war das Thema Lebensmittelabfallvermeidung. Im Rahmen der Aktion wurden verschiedene Projekte und Aktivitäten vorgestellt, die Lebensmittelabfall entlang der Wertschöpfungskette verhindern helfen. Die Wiener Tafel war mit einigen ihrer aktuellen Projekte mit dabei.

Unter dem Titel „Essen verschwenden ist Mist“ sendete der ORF im Rahmen seines Themenschwerpunktes „Strategien gegen Lebensmittelverschwendung“ am 10. April 2016 in „Erlebnis Österreich“ (ORF2) eine halbstündige Dokumentation von Margarita Pribyl über die soziale Transferarbeit und die bewusstseinsbildenden Projekte der Wiener Tafel. Im Mittelpunkt der Ausstrahlung stand dabei die tragende Säule der Wiener Tafel, nämlich ihre ehrenamtlichen MitarbeiterInnen.

Am 13. April 2016 brachte ORF2 in "heute konkret" eine Vorstellung des Wiener Tafel Projektes "Das ist doch noch gut!" - eine Gebrauchsanweisung zur sicheren Nutzung von Lebensmitteln und für einen sinnvollen Umgang mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD). Dieses Thema war in letzter Zeit innerhalb der Wiener Tafel intensiv diskutiert worden und soll nun durch einen Leitfaden, der gemeinsam mit der MA 38, der Lebensmitteluntersuchungsanstalt der Stadt Wien und pulswerk, dem Beratungsunternehmen des Österreichischen Ökologie-Instituts entwickelt wurde, zu einem richtungsweisenden, neuen Umgang mit dem MHD in der Zivilgesellschaft führen!

Am Donnerstag, 14. April 2016, stellte ORF2 in „Wien heute“ das neue Wiener Tafel Projekt "Noch Gutes vom Großgrünmarkt" vor. Ein Sammel- und Sortierprojekt zur Rettung großer Mengen Obst und Gemüse vom Großgrünmarkt zur Versorgung von Flüchtlingsherbergen und anderen Sozialeinrichtungen sowie zur Veredlung der Früchte zu "Marmelade mit Sinn" gemeinsam mit AsylwerberInnen.

Außerdem berichtete der ORF am 29. März nach einer sehr gut besuchten Pressekonferenz, die von der Wiener Tafel gemeinsam mit der Wirtschaftskammer, Sparte Gastronomie, veranstaltet wurde, über unser Projekt „TafelBox“ zur Rettung von Lebensmittelabfällen bei Buffets und in Restaurants. Am Ende der jeweiligen Veranstaltung oder eines Restaurantbesuchs werden die Gäste eingeladen, sich die übrig gebliebenen Gerichte selbständig und eigenverantwortlich in die TafelBox einzupacken und nach Hause mitzunehmen, um diese zeitnah zu verzehren.

Die Sendungen im ORF liefen unter dem Schwerpunkt „Mutter Erde“, der vom Verein „Umweltinitiative Wir für die Welt“ getragen wird. Dieser Initiative gehören der ORF, Greenpeace, GLOBAL 2000, WWF, Naturfreunde, VCÖ, Alpenverein, Naturschutzbund und Birdlife an. Gemeinsames Ziel ist es, Nachhaltigkeit zum Thema zu machen, zu informieren und Spenden für Umweltschutzprojekte zu sammeln.

Faktum II: Wiener Tafel bei der FEBA Annual Convention
vom 7.-15. April
feba

Die Wiener Tafel ist seit Anfang Jänner 2016 Mitglied der FEBA – Fédération Europeénne des Banques Alimentaires, der europäischen Dachorganisation der Foodbanks und Tafelorganisationen. Ende April fand die dreitägige Annual Convention der europäischen foodbanks FEBA in Edinburgh statt. Zum ersten Mal war auch die älteste Tafelorganisation in Österreich, die Wiener Tafel als 23. europäisches Mitglied und Vertreterin aus Österreich in diesem Kreis mit dabei. Diskutiert wurden aktuelle Programme, Gesetze und best practice Beispiele zur Lebensmittelabfallvermeidung aus ganz Europa.

FEBA selbst feiert in diesem Jahr den 30. Geburtstag. 2015 konnten von allen FEBA Mitgliedern insgesamt 562.000 Tonnen gerettete Lebensmittel an über 33.000 Sozialeinrichtungen verteilt werden. Das entspricht 2.9 Millionen Mahlzeiten für insgesamt 5.7 Millionen Armutsbetroffene. Bei diesem Jahrestreffen waren nicht nur rund 70 Delegierte aus 23 europäischen Ländern dabei, sondern auch KooperationspartnerInnen von FEBA auf europäischer Ebene, wie beispielsweise Metro, Kelloggs, oder Brambles (Ifco), sowie eine Vertreterin der EU Kommission (DG Sanco), von Deloitte Sustainability Services sowie vom Partner-Netzwerk GFN (The Global Foodbanking Network).

Diskutiert wurde bei dem Treffen über die vor kurzem beschlossenen Gesetze zur Vermeidung von food waste in Frankreich und in Italien, ebenso wie über die auf EU Ebene geplante Richtlinie zur vereinfachten Weitergabe von noch genussfähigen Lebensmitteln an karitative Organisationen. Die wissenschaftlichen food waste EU Programme „Fusions“ und das Nachfolgeprogramm „Refresh“ sowie zahlreiche best practice Beispiele aus einzelnen europäischen Ländern rundeten das Programm ab. Wir freuen uns sehr über diesen intensiven Austausch auf europäischer Ebene und werden einige der besonders interessanten Richtlinien und Gesetze gemeinsam mit dem Verband der österreichischen Tafeln auch auf politischer Ebene in Österreich einbringen.


LeserInnen-Post

Was ist für mich Glück…
Auf die Butterseite des Lebens gefallen zu sein.

Für ein geglücktes Leben braucht es für mich…
Achtsamkeit.

Der Wiener Tafel wünsche ich:
Dass es ihrer bald nicht mehr bedarf.

Martin Haiderer, Gründer und stellvertretender Obmann der Wiener Tafel

Wiener Tafel - der Verein für sozialen Transfer
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1110-Wien
Österreich

ZVR: 283 996 437 | Redaktion: A. Gruber, M. Hübl, S. Herburger, P. Günczler
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