Februar 2017
Editorial


alexandragruber

Liebe KooperationspartnerInnen und FreundInnen der Wiener Tafel!

Der Countdown läuft: mit 1. April geht es endlich los und wir können unser TafelHaus am Großmarkt Wien beziehen. Wir können es kaum mehr erwarten! Damit beginnt ein neues, spannendes Kapitel in der Geschichte der Wiener Tafel: Was es bis zum Einzug noch alles zu tun gibt, können Sie in diesem Newsletter ebenso nachlesen wie einen Rückblick auf das vergangene Jahr. Wir freuen uns, wenn Sie uns auch in diesem Jahr unterstützen, denn wir haben so vieles vor, das wir nur gemeinsam mit Ihrer Hilfe erreichen können…

In großer Dankbarkeit für Ihr Engagement und Ihr Interesse für die Wiener Tafel grüßt Sie und Ihre Lieben herzlich

Ihre Alexandra Gruber
Geschäftsführerin Wiener Tafel
0650/901 00 06
alexandra.gruber@wienertafel.at

Aktuell I: Unser TafelHaus am Großmarkt Wien wird konkret!
Wir freuen uns auf große Warenmengen!
grossgruenmarkt

Am 1. April 2017 ist es voraussichtlich so weit: das TafelHaus am Großmarkt Wien wird in Betrieb genommen! Die Wiener Tafel bezieht ihr neues Lebensmittelsortier- und Lagerzentrum am ehemaligen Großgrünmarkt und startet die ersten Sammel- und Sortieraktionen mit ausgewählten HändlerInnen am Großmarkt. Durch die neuen Hallen samt Kühlhaus am größten Umschlagplatz für Obst und Gemüse in Österreich wird es uns möglich sein, sowohl Kühl- als auch Trockenware zwischenzulagern und für die Sozialeinrichtungen vorzubereiten. Innerhalb von drei Jahren sollen doppelt so viele Lebensmittel wie bisher vor der Entsorgung bewahrt und armutsbetroffenen Menschen in Sozialeinrichtungen verfügbar gemacht werden. Um dieses wichtige Projekt im Sinne der Lebensmittelrettung und der Versorgung von Armutsbetroffenen möglich werden zu lassen, braucht die Wiener Tafel für die Adaptierung und die Deckung der laufenden Kosten für 2017 mindestens 100.000 Euro. Durch Ihre Hilfe ist schon mehr als die Hälfte hereingekommen! Herzlichen Dank an alle, die dies möglich gemacht haben! Für die zweite Hälfte der benötigten Summe benötigen wir aber noch dringend Ihre Unterstützung!

Seit über 17 Jahren rettet die Wiener Tafel einwandfreie, genusstaugliche Lebensmittel und versorgt mit diesen inzwischen 19.000 von Armut betroffene Menschen in einer von 117 Sozialeinrichtungen. Dass eine Ausweitung der Wiener Tafel-Arbeit dringend notwendig ist, ergibt sich einerseits aus den noch immer wachsenden Bergen an weggeworfenen Lebensmitteln, andererseits aus der wachsenden Not: Die Anzahl jener Menschen, die auf Hilfe und Versorgung angewiesen sind, wächst! Zunehmend junge Betroffene, Opfer der steigenden Jugendarmut, aber auch AsylwerberInnen brauchen Unterstützung. Von Seiten der Sozialeinrichtungen gibt es steigenden Bedarf an frischem Obst und Gemüse, aber auch an Trockenware.

Die Schaffung eines Wiener Tafel-Lebensmittelverteilzentrums direkt am Großmarkt Wien ist ein richtungweisendes Projekt und ein Meilenstein in der österreichischen Tafel-Geschichte! Für das erste Jahr braucht die Wiener Tafel mindestens 100.000 Euro, um das Gebäude am Großmarkt Wien mit dem vorhandenen Inventar zu erwerben, herzurichten, zu adaptieren, mit zusätzlichem Lager- und Küchenequipment auszustatten, die laufende Mietgebühr zu zahlen und das TafelHaus mit zusätzlicher Manpower zu versehen.

Wir danken herzlich unseren bisherigen UnterstützerInnen! Mehr als 200 private TafelHaus SpenderInnen haben das Projekt bisher unterstützt und sind unseren Aufrufen im Dezember gefolgt. Auch viele Firmen haben bereits gespendet. Hier Statements einiger begeisterter FörderInnen des Projektes TafelHaus:

"Die Idee des ersten, eigenen Wiener TafelHauses hat uns vom ersten Moment fasziniert und dazu inspiriert, eine ganz besondere Fundraising-Kampagne für dieses einzigartige Projekt für die Wiener Tafel zu planen." (Mag. Alexander Schatek, pachler.schatek Werbung + IT Gmbh; pro bono Partner der TafelHaus Kampagne).

„Ich bin überzeugt, dass mit der Etablierung des neuen TafelHauses die Wiener Tafel ein weiteres, spannendes und bedarfsfokussiertes Kapitel in ihrer langjährigen Geschichte schreibt." (DI Gerhard Dohnal, Dohnal Beratung und Planung für Informationstechnologie GmbH).

„Als Bindeglied zwischen Zuviel & Zuwenig ist die Idee der Lebensmittellogistik der Wiener Tafel einfach genial. Mit dem TafelHaus kann noch mehr geschafft werden!" (Catharina Blagotinsek).

"Wieder eine tolle Idee der WT, die unterstützt werden muss."
(Elisabeth Wanek-Szilagyi).

„Geniale Idee, direkt in das Zentrum des Geschehens vorzurücken und am Großgrünmarkt aktiv zu werden. Der Wirtschaftsverlag und Medizin Medien Austria wünschen der Wiener Tafel viel Erfolg für dieses ambitionierte Projekt!“ (Thomas Zembacher, Geschäftsführer Wirtschaftsverlag).

Unsere Aktivität am Großmarkt Wien hat auch schon ganz besonderen Widerhall in den Medien gefunden – in der Kronen Zeitung, Der Standard, der Wiener Bezirkszeitung und Radio Wien (http://wien.orf.at/news/stories/2816444/) waren sie einen bzw. sogar mehrere Berichte wert. Wir sagen herzlich Danke für diese großartige Unterstützung!

Unsere BausteinaktionSpendieren Sie uns ein Taferl!“ geht übrigens auch heuer 2017 noch weiter: Unternehmen und PrivatspenderInnen sind nach wie vor aufgerufen, einen Beitrag zur Schaffung der dringend benötigten Lagerkapazitäten für gerettete Lebensmittel zu leisten. Als konkretes „angreifbares“ Dankeschön für die finanzielle Unterstützung gibt es neben der Gewissheit, ein besonders sinnvolles, effizientes und wichtiges Hilfsprojekt zu unterstützen, für die SpenderInnen ein individuell gestaltetes upcycling-Taferl. Dieses wird aus alten Holz-Gemüsekisten gefertigt und symbolisiert einen Baustein für die Schaffung des TafelHauses, der das Engagement gegen Armut, Hunger und Lebensmittelverschwendung sichtbar macht.

Es gibt unterschiedliche Baustein-Kategorien für Unternehmen (Gold-Tafel: 5.000 Euro; Silber-Tafel: 2.000 Euro; Bronze-Tafel: 1.000 Euro) und für Privatpersonen (Gold-Tafel: 500 Euro; Silber-Tafel: 200 Euro; Bronze-Tafel: 100 Euro). Sie finden alle Informationen zu den einzelnen TafelHaus-Bausteinen sowie erste SpenderInnen unter www.tafelhaus.wienertafel.at.

Mitmachen ist ganz einfach:
Als Privatperson zahlen Sie online oder auf das Konto der Wiener Tafel eine Spende Ihrer Wahl und erhalten von uns ein Taferl und eine Dank-Karte.

Als Unternehmen melden Sie sich bei unserem Fundraiser Karl-Anton Goertz unter karlanton.goertz@wienertafel.at/ Telefon: 0650/901 00 34 und geben Ihren Wunschbetrag bekannt.

Sehr gerne machen wir auf der Wiener Tafel-Website Ihr Engagement sichtbar! Mitmachen ist ganz einfach: Höhe des Spendenbetrags nennen und Portraitfoto sowie ein kurzes persönliches Zitat (sowie bei Unternehmen auch das Firmenlogo) senden an: spende@wienertafel.at.

Als Spendenkonto gilt unser Erste Bank Konto mit IBAN AT09 2011 1310 0530 3005.
Ihre Spende ist steuerlich absetzbar!

Aktuell II: Unsere Winterhilfsaktion die „Suppe mit Sinn“ - auch dieses Jahr wieder ein voller Erfolg
sms2016

Die klirrende Kälte der letzten Tage und Wochen lässt eine heiße Suppe noch besser schmecken und so ist es uns eine besondere Freude, an dieser Stelle den über 100 engagierten GastronomInnen in Wien und vielen weiteren in den Bundesländern zu danken. Sie alle haben die „Suppe mit Sinn“ auch dieses Jahr wieder großartig unterstützt und mitgetragen und werden das sicherlich auch weiterhin tun. Schon zum neunten Mal, zum zweiten Mal österreichweit, konnten Sie heiße Suppe gegen soziale Kälte genießen und haben dies auch zahlreich getan. Vielen Dank dafür.

Unser Dank gilt nicht nur den vielen engagierten GastronomInnen, die uns in diesem Winter großartig unterstützen, auch die großen Hotels sind mittlerweile zu wichtigen PartnerInnen der österreichischen Tafeln geworden. Nicht zuletzt dank des großen Engagements unserer MitarbeiterInnen und ehrenamtlichen HelferInnen wurden mit Hotel Bristol, - De France, - Hilton, - Intercontinental, - Kempinsky, - Mercure Vienna und – Steigenberger absolute Größen der Hotellerie zu „Suppe mit Sinn“ PartnerInnen. Auch der Lieferservice Hausbrot.at und die Feinkost-Manufaktur Meislmichl waren dieses Jahr erstmals bei der „Suppe mit Sinn“dabei. Dafür ein riesengroßes Dankeschön!

Wir wollen an dieser Stelle einige UnterstützerInnen zu Wort kommen lassen:

InterContinental Wien
„Danke an alle Suppen-Esser! Ihr habt in den letzten Wochen 249 Consommés im Restaurant Parlor und Café Vienna gelöffelt. Das macht 249 Euro für die Wiener Tafel und die Aktion Suppe mit Sinn. Schön, wenn man so genussvoll etwas Gutes tun kann.“

Figls
„Heute Morgen war es klirrend kalt, aber dank Euch dürfen wir auch dieses Jahr ein kleines bisschen Wärme schenken! Im Rahmen der Suppe mit Sinn habt ihr - wie könnte es anders sein - wirklich fleißig gelöffelt und so sind auch heuer wieder 1.000 Euro für die Wiener Tafel zusammengekommen.“

Zwölf
„Wir freuen uns wahnsinnig! Danke, dass ihr in der letzten Zeit so brav bei uns Suppe gegessen habt! Wir haben pro verkaufter Suppe 1 Euro gespendet und haben damit 810 Euro für Suppe mit Sinn zusammen bekommen! Ganz toll!“

Lugeck Figlmüller Wien
„Wir können dank euch wieder ein bisschen Wärme im neuen Jahr schenken! Denn wie immer habt ihr im Rahmen der Suppe mit Sinn Aktion fleißig gelöffelt und so dürfen wir den virtuellen Spendenscheck an die Wiener Tafel überreichen.“

Zur Alten Kaisermühle Wien
„Aktion Suppe mit Sinn: WIR FREUEN UNS – Oktober und November 386 Suppen; Dezember 94 und Spende 120Euro >>> Teilen macht Sinn und Spaß!“

Darüber hinaus sind es natürlich auch immer unsere prominenten PartnerInnen, die zum Erfolg unserer Winterhilfsaktion beitragen. Besonders hervorzuheben sind für die Suppe mit Sinn 2016/2017 Publikumsliebling Konstanze Breitebner und Haubenkoch Christian Domschitz. Großartig unterstützt werden wir außerdem von MEC/GroupM, Agentur für Mediaplanung, der Werbeagentur Gabler, Werbung Film, der WKO Wien, den Tourismusschulen MODUL der WKW, der Gastgewerbefachschule Judenplatz der WKW, dem Verband der Köche Österreichs und dem Lebensmittelgroßhändler METRO Cash & Carry, die als engagierte Pro-bono-UnterstützerInnen dafür sorgen, dass unsere Kampagne mitgetragen und wahrgenommen wird. Zum ersten Mal dabei ist dieses Jahr SODEXO-Österreich, einer der größten internationalen AußerHaus-Verpflegungsanbieter, mit rund 14 Betriebsküchen in Wien und Umgebung. Ein spezieller Dank geht an die WKW Sparte Gastronomie, die uns den Druck der „Suppe mit Sinn“ Plakate ermöglicht hat.

Wir danken allen UnterstützerInnen und freuen uns schon auf weitere gemeinsame Aktionen!

Profi(l) des Monats: Elfriede Fröschl und Gloria Halder
heidi
heidi

Elfriede Fröschl und Gloria Halder - unsere beiden ehrenamtlichen MitarbeiterInnen verbindet ihre Liebe zum gemeinsamen Kochen und Genießen. Seit einem halben Jahr kochen die beiden einmal im Monat mit den BewohnerInnen der Wohnungslosen-Betreuungseinrichtung Gänsbachergasse, eine der 117 von der Wiener Tafel belieferten Sozialeinrichtungen. Dabei werden aus Lebensmitteln, welche die Wiener Tafel gebracht hat, köstliche Speisen zubereitet. Besonders im Fokus stehen hier die schnell verderblichen Lebensmittel. Das Rezeptheft „Rezepte für ein gutes Leben“ geht aus dieser Aktion hervor.

Elfriede hat vor einem halben Jahr ihre Erwerbstätigkeit eingeschränkt, daher steht ihr jetzt mehr Zeit für andere interessante Aktivitäten zur Verfügung. Gloria Halder ist Studentin und findet das Konzept der Wiener Tafel großartig. „Es berührt so viele Themenfelder wie Lebensmittelverschwendung und Armut, grundsätzlich denke ich, dass es wichtig ist, die Gesellschaft aktiv mitzugestalten.“ Und so kochen die beiden seit einiger Zeit einmal im Monat mit den BewohnerInnen der Gänsbachergasse köstliche Gerichte.

Aber nicht nur das Kochen, auch das gemeinsame Tischdecken und Essen hat für die beiden einen besonderen Stellenwert. Ziel dieser Workshops ist es auch den BewohnerInnen zu zeigen, was sie mit den Lieferungen der Wiener Tafel alles zubereiten können. Die Rezepte sind dabei gesund, günstig und einfach nachzukochen. Gloria sagt über ihre Motivation mitzumachen: „Abgesehen davon, dass ich dieses Konzept großartig finde, mache ich diese Workshops mit Begeisterung, weil ich das gemeinsame Kochen und Plaudern mit den BewohnerInnen schätze.“ Auch Elfriede mag die Freude des gemeinsamen Kochens und Essens sehr. Sie wünscht der Wiener Tafel für die Zukunft, „dass das Tafelhaus erfolgreich wird und vielleicht dort – oder wo anders – ein „Tafelrestaurant“ entsteht, mit einer langen Tafel, wo gemeinsam gegessen wird.“ Der Anfang dafür ist getan, denn gemeinsam gekocht und gegessen wird schon in der Gänsbachergasse, das Konzept ist erweiterbar.

Die Kochworkshops sind auch Grundlage für die „Rezepte für ein gutes Leben“ -ein Rezeptheft, das aus den Erfahrungen der gemeinsamen Kochaktionen heraus entstanden ist. Denn Lebensmittel sind mehr als nur Mittel zum Über-Leben. Der Umgang mit ihnen und ihre Zubereitung sind Teil unserer kulturellen Identität. Das Rezeptheft soll zum selber Kochen anregen und damit zu einer gesunden Ernährung und zum genussvollen und kostensparen den Umgang mit Lebensmitteln einladen. Selber kochen ist ganz einfach und macht Freude, ob allein oder in der Gruppe. Seien sie dabei, probieren Sie es aus!

Die Tafel bringt's in die ... Zweite Gruft
tafelbringts

Neben der weithin bekannten „Gruft“ in Wien-Mariahilf ist die Caritas noch für eine zweite große Betreuungsstätte wohnungsloser Menschen verantwortlich: die Zweite Gruft in Wien-Währing. Sie beherbergt ein Tageszentrum für wohnungslose Frauen und Männer, eine Notschlafstelle für Frauen, ein Kurzzeitwohnprojekt und Mutter-Kindplätze.

Etwa 100 wohnungslose Frauen und Männer können das Tageszentrum nutzen: hier gibt es unter anderem Dusch- und Waschgelegenheiten, ein kostenloses Frühstück, ein warmes Mittagessen für 50 Cent, drei Mal wöchentlich Kleiderausgabe und absperrbare Spinde für persönliche Gegenstände. Bei Bedarf werden Schlafsäcke ausgegeben. Einmal wöchentlich hält der Louisebus vor der Zweiten Gruft und bietet medizinische Hilfe an. Auch eine Friseurin kommt einmal im Monat. Wohnungslose aller Nationalitäten finden im Tageszentrum Einlass.

Obdachlose Frauen aus dem Ausland - vor allem EU-Bürgerinnen aus den östlichen Nachbarländern - finden in der Notschlafstelle für Frauen der Zweiten Gruft Zuflucht. Die Unterbringung erfolgt in einem Schlafsaal mit Stockbetten. Der Bedarf nach einem geschützten Schlafplatz ist nicht nur in der kalten Jahreszeit groß, sondern auch im Sommer ein wichtiges Angebot. Das Notquartier ist täglich von 19 Uhr bis 07 Uhr geöffnet.

Dank der Mutter-Kind-Zimmer in der Zweiten Gruft ist eine zeitlich begrenzte unkomplizierte Notversorgung für wohnungslose Mütter mit Kindern möglich. Dieses Angebot richtet sich speziell an Frauen aus dem Ausland - vor allem wiederum EU-Bürgerinnen aus den östlichen Nachbarstaaten.
Die Familien leben in einem geschützten Bereich, bewohnen ein eigenes Zimmer und bekommen Verpflegung. Auch Dusch- und Waschgelegenheiten stehen zur Verfügung. Neben individueller Beratung und Betreuung erhalten die Frauen auch pädagogische Unterstützung und bei Bedarf Hilfe bei akuten Krisen.

Das Projekt Kurzzeitwohnen Kuwo bietet 25 wohnungslosen Frauen und Männern aus EU-Ländern eine Wohnmöglichkeit für die Dauer von bis zu drei Monaten, weiters Beratung, Verpflegung, Hygiene- und Waschgelegenheiten. Im Kurzzeitwohnen erhalten obdachlose Rekonvaleszente, Langzeitwohnungslose, die aus Spitälern in "häusliche Pflege" entlassen werden und Menschen, die kurz vor der Rückkehr in ihr Heimatland stehen, Unterstützung. Die BetreuerInnen sind als Ansprechpersonen ganztägig vor Ort, gehen auf die Bedürfnisse der BewohnerInnen ein und achten darauf, dass Arzttermine und Kontrolluntersuchungen wahrgenommen werden.

Die Wiener Tafel beliefert die Zweite Gruft nicht nur mit ihren Lastwägen, sondern baut jetzt mit Einbindung eines nahegelegenen Supermarktes auch eine „Grätzelversorgung“ auf. Eine große Rolle bei der Lebensmittelakquise spielen auch übriggebliebene Mittagsmenüs der umliegenden Schulen.

Sachspenden an die Zweite Gruft können täglich abgegeben werden. Engagierte HelferInnen können in der Zweiten Gruft auch aufkochen!

Kooperationspartner des Monats: IFCO
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IFCO ist ein weltweit operierendes Unternehmen und der führende Anbieter von Mehrwegverpackungslösungen für Frischeprodukte. Von IFCO kommen die grünen Klappkisten, welche die Wiener Tafel für ihre Lebensmitteltransporte verwendet. IFCO ist ein großzügiger Sponsor und Kooperationspartner der internationalen Tafeln beziehungsweise der europäischen Foodbank FEBA und nicht zuletzt der Wiener Tafel! Wir danken IFCO auch herzlich für die kürzlich erfolgte Unterstützung des TafelHauses am Großmarkt!

Die grünen Kisten haben es in sich: durch ihre belüfteten Seitenwände sind sie für Frischeprodukte besonders gut geeignet, und ihre robuste Konstruktion verhindert weitgehend Schäden auch an den transportierten Lebensmitteln. Darüber hinaus sind sie unempfindlich gegen Feuchtigkeit und umweltfreundlich (verringertes Treibhausgas-, Smog-, Ozonzerstörungspotential). Und nicht nur das: im Waschdepot von IFCO werden die von uns benützten Kisten auch unentgeltlich gereinigt! Die Kooperation mit IFCO stellt für die Wiener Tafel eine große Unterstützung dar, für die wir sehr dankbar sind!

Faktum I: Wiener Tafel-Bilanz 2016: Zuwächse in allen relevanten Bereichen. Tendenz steigend!
Wiener Tafel-Ziel: Verdoppelung der geretteten Lebensmittel
myplace

Mit Zuwächsen in allen relevanten Bereichen – auch bei den Warenspenden – legt die Wiener Tafel eine positive Erfolgsbilanz ihrer sozialen Transferarbeit für das vergangene Jahr vor. Der Verteilerkreis der Wiener Tafel ist 2016 um acht weitere Sozialeinrichtungen erweitert worden. Somit beliefert Österreichs älteste Tafel inzwischen 117 Partnerorganisationen und versorgt rund 19.000 manifest Armutsbetroffene mit geretteten Lebensmitteln und Hygieneprodukten. Das Spektrum der Kooperationspartner in der Soziallandschaft reicht von Obdachlosenbetreuungs-einrichtungen, Mutter-Kind-Wohnheimen und Frauenhäusern bis zu AsylwerberInnen-Herbergen und Beratungsinstitutionen. Um dem angewachsenen Bedarf gerecht zu werden, steigerte Österreichs älteste Tafelorganisation ihre Hilfslieferungen im vergangenen Jahr auf 508.242 Kilogramm.

Durch den Ausbau der Kooperationen auf nationaler Ebene unter dem Dach des Verbandes der österreichischen Tafel-Organisationen und durch noch stärkere Vernetzung auf internationaler Ebene hat die Wiener Tafel ihr TafelHaus-Konzept zu einer logistisch noch durchschlagskräftigeren Ausrichtung der sozialen Transferarbeit entwickelt. Parallel zur laufenden Wiener Tafel-Arbeit hat ein Prozess der Entwicklung neuer logistischer Lösungen stattgefunden, der sich an internationalen Best Practice Beispielen orientiert. Die Wiener Tafel ist seit Dezember 2015 Mitglied der FEBA (FédérationEuropéenne des Banques Alimentaires) – dem Zusammenschluss der europäischen Foodbanks.Wir planen die Verdoppelung der geretteten Lebensmittel innerhalb von drei Jahren für doppelt so viele Menschen, die von manifester Armut betroffen sind. Unser Aufruf gilt allen potenziellen Warenspendern aus Handel, Industrie und Landwirtschaft: leben Sie mit uns das bewährte Konzept „versorgen statt entsorgen“ und überlassen Sie der Wiener Tafel ihre überlagerten Lebensmittel. Besonders dringend gebraucht werden Obst, Gemüse, Milchprodukte, Getränke sowie haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel.

Wiener Tafel - Jahresergebnisse 2016 im Überblick

  • 508.242 kg gerettete Lebensmittel
  • Rund 19.000 Armutsbetroffene in 117 Sozialeinrichtungen wurden beliefert – das bedeutet einen Zuwachs von acht Partnerorganisationen
  • 377 ehrenamtliche MitarbeiterInnen und elf hauptamtliche MitarbeiterInnen (neun Vollzeitäquivalente) erreichen gemeinsam ein Plus von 15% der geleisteten Stunden
  • 21.362 Ehrenamtsstunden
  • 1.673 Liefertouren (incl. Grätzltouren)
  • Fuhrpark: fünf Hilfslieferfahrzeuge, davon drei mit Tiefkühlfunktion
  • Die Investitionskosten für das TafelHaus am Großmarkt Wien von rund 100.000 Euro sind zur Hälfte gedeckt: 250 Firmen- und PrivatspenderInnen haben bislang das richtungweisende Projekt unterstützt, weitere UnterstützerInnen werden gesucht!
  • Anstieg der Pressepräsenz um 33%
  • Herausgabe des Druckwerkes „Ist das noch gut? Lebensmittel sicher gut genießen“ zum richtigen Umgang mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD)
  • Organisation des „Food Waste Symposiums“ anläßlich der Langen Tafel und des Vienna Food Festivals im Wiener Rathaus im Juni 2016
  • Die Wiener Tafel hat aktuell 6.325 ‚Facebook-Friends‘ und 941 ‚Twitter-Followers‘.
Faktum II: Spendenabsetzbarkeit NEU ab 1. Jänner 2017
faktum

Seit dem 1. Jänner 2017 gilt das neue Gesetz zur Spendenabsetzbarkeit für Personen. Informieren Sie sich rechtzeitig über die für Sie relevanten Änderungen. Die wichtigsten haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Seit dem 1. Jänner 2017sind die von Ihnen begünstigten Spendenorganisationen laut Gesetz dafür zuständig, für Sie die Meldung beim Finanzamt durchzuführen. Das bedeutet, dass Ihre Spenden nur mehr dann steuerlich absetzbar sind, wenn Sie uns Ihre(n) Vor- und Zunamen sowie Ihr Geburtsdatum bekannt geben. Die Schreibweise des Namens muss dabei mit jener im Meldezettel übereinstimmen. Wir sind als spendenbegünstigte Organisation verpflichtet, diese Daten zusammen mit Ihrer Jahresspendensumme (in verschlüsselter Form) an das Finanzamt weiter zu leiten. Der gespendete Betrag wird in der Folge automatisch bei der ArbeitnehmerInnenveranlagung bzw. Einkommensteuererklärung vom Finanzamt berücksichtigt. Wenn Sie ihre Spende nicht steuerlich absetzen möchten, müssen Sie Ihr Geburtsdatum nicht bekannt geben.

Je nach Spendenart bitten wir Sie, folgendes Vorgehen zu beachten:

Spenden via Erlagschein/Zahlungsanweisung: Wir bitten Sie, ab 1.1.2017 in den dafür vorgesehenen Feldern Ihren Namen und Ihr Geburtsdatum anzugeben.

Spenden via Online-Banking bei Ihrer Bank: Wir bitten Sie, im Feld „Verwendungszweck“ Ihr Geburtsdatum anzugeben.

Spenden via Einziehungsauftrag: Hier wird Sie die von Ihnen bedachte gemeinnützige Organisation künftig auch nach dem Geburtsdatum fragen, so Sie die Steuerabsetzbarkeit nutzen möchten.

Wiener Tafel SpenderInnen können uns auch ab sofort rasch und unkompliziert ihr Geburtsdatum in unsere eigens dafür eingerichtete online Maske auf der Wiener Tafel Homepage eingeben.

Bei Fragen oder Unklarheiten wenden Sie sich bitte an: DI Karl-Anton Goertz unter der Tel.: 01/236 56 87-010 oder per E-Mail: karlanton.goertz@wienertafel.at

Weitere Informationen finden Sie unter: http://wienertafel.at/fileadmin/Spenden/Information-des-BMF-zur-Sonderausgaben-DatenUebermittlung.pdf

Über den Tellerrand

Kritik des Europäischen Rechnungshofes an den EU- Programmen gegen Lebensmittelverschwendung

gabler

Am 17. Jänner 2017 hat der Europäische Rechnungshof mit Sitz in Luxemburg einen Report zum Thema “Combating Food Waste: an opportunity for the EU to improve the resource-efficiency of the food supply chain” veröffentlicht. Darin wird kritisiert, dass die EU zu wenig gegen die Verschwendung von Lebensmitteln tut. Das bisherige Vorgehen sei „bruchstückhaft und unzusammenhängend“, fasst der Bericht zusammen. Der EU-Kommission warf der Rechnungshof „mangelhafte“ Koordination vor. Zudem hätten die „Ambitionen der Kommission im Laufe der Zeit abgenommen“.

Brüssel wies die Vorwürfe zurück: „Die EU-Kommission hat es sich zur Aufgabe gemacht, die europäischen Bemühungen im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung anzuführen“, sagte ein Sprecher. Ziel sei es, bis 2030 die Menge an weggeworfenen Lebensmitteln zu halbieren.

Auf EU-Ebene gibt es bislang keine gemeinsame Definition von Lebensmittelverschwendung. Das erschwert „weitere Fortschritte“, heißt es in dem Bericht weiter. Außerdem fehle ein Ausgangswert, anhand dessen das Wegwerfen noch brauchbarer Nahrungsmittel verringert werden könnte.

Der Rechnungshof forderte die EU-Kommission in seinem Papier dazu auf, eine entsprechende einheitliche Definition zu schaffen. Außerdem müssten rechtliche Hindernisse für Spenden von Lebensmitteln an karitative Organisationen („Foodbanks“) ausgeräumt werden und die Lebensmittelweitergabe müsse auf neue Bereiche ausgedehnt werden, wie etwa im Bereich der Landwirtschaft.

Derzeit wird nach Schätzung des Rechnungshofs ein Drittel der Lebensmittel verschwendet oder geht verloren. Für die EU bedeutet das 88 Millionen Tonnen Lebensmittelabfall pro Jahr, der auf ca. 126 Millionen Tonnen bis 2020 steigen könnte, wenn keine nachhaltigen, langfristig wirksamen Gegenmaßnahmen gesetzt werden.

Vor den Vorhang: Wiener Tafel unterstützen und gemeinsam Brücken bauen
gabler

Viele Menschen stellen ihre Zeit in den Dienst der guten Sache. Wir wollen mit dieser Kolumne ab sofort beispielhaft einige dieser engagierten Teams vor den Vorhang holen, die auf wunderbar kreative Art und Weise für unsere soziale Transfer-Arbeit Spenden und Waren sammeln. Ganz besonders möchten wir diesmal all jenen danken, die unserem Spendenaufruf für das neue TafelHaus gefolgt sind und teilweise auch selbst in ihrem Umfeld die Spendenaktion verbreiten! Sie sind großartig, vielen Dank für die wertvolle Unterstützung! Wenn auch Sie Ihre Aktion starten möchten, zögern Sie nicht und unterstützen Sie so unsere Arbeit!

Diesmal mit dabei:

Friedl Preisl, Gründer und Impressario mehrerer Musikfestivals – KlezMORE-Festival, das internationale Akkordeonfestival, Wienerlied-und sowie Friedl’s Streiche – und genialer Volksmusikpromotor unterstützt die Wiener Tafel gemeinsam mit all den MusikerInnen, die im Rahmen seiner Veranstaltungen auftreten! Ein Höhepunkt war auch vergangenen Dezember der Musikalische Adventkalender, bei dem die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen der Wiener Tafel Spenden für die soziale Transferarbeit sammeln durften – das war ein einmaliges Erlebnis und reinster Spendensammel-Spaß!

Tourismusschulen MODUL der Wirtschaftskammer Wien – mit einem tollen Weihnachts-YouTube-Video für den guten Zweck (zum Video)! Auch beim Maskenball des MODUL im Palais Ferstel am 31. März 2017 wird für das TafelHaus der Wiener Tafel gesammelt werden.

Fundraising Dinner für die Wiener Tafel: Unsere langjährige, besonders engagierte ehrenamtliche Mitarbeiterin Elisabeth Zeiringer lud am Freitag, den 13. Jänner 2017 für 30 Euro Spende pro Gast wieder zu einem köstlichen Drei-Gang-Menü– es war ein rauschendes Fest, wir sagen Danke! Die elegante Wohnung war mit 39 Gästen zum Bersten voll – die Stimmung großartig und der Genuss für alle perfekt. Genau so soll „Dinner mit Sinn“ sein!

Es gab viele private und Firmen-Sammelaktionen für das TafelHaus – u.a. Statistik Austria, TNT, Alexandra Wang, Vienna Biocenter Core Facilities und auch zahlreiche TafelHaus Geschenkspenden wurden verteilt. Letztere gibt es übrigens noch!

Wiener Tafel - der Verein für sozialen Transfer
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ZVR: 283 996 437 | Redaktion: A. Gruber, M. Hübl, S. Herburger, P. Günczler
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