April 2017
Editorial


alexandragruber

Liebe KooperationspartnerInnen und FreundInnen der Wiener Tafel!

Das erste Vierteljahr ist wie im Fluge vergangen und wir stehen bereits an der Schwelle zu einem neuen Meilenstein in der Wiener Tafel-Geschichte: am 1. Mai wollen wir die Schlüssel für unser TafelHaus am Großmarkt Wien übernehmen! Dann werden wir mit intensiven Adaptierungs- und Renovierungsarbeiten loslegen. Wir freuen uns jetzt schon, Sie im Juni herzlich zur „Dachgleiche“ und unseren Eröffnungsfeiern einladen zu können! Noch im Laufe des Sommers starten wir mit der Anpassung der Wiener Tafel-Logistik an die neuen Lagerkapazitäten: Zum ersten Mal verfügt Österreichs älteste Tafel über ein Lebensmittelsortier- und Lagerzentrum am größten Umschlagplatz für frische Lebensmittel im Bundesgebiet! Unser Ziel ist, mit unserem TafelHaus am ehemaligen „Großgrünmarkt“ ein Vielfaches an Lebensmitteln vor der Entsorgung zu retten, um noch viel mehr armutsbetroffene Menschen mit gesunden und frischen Lebensmitteln versorgen zu können. Und wir freuen uns, Sie im Juni zu unseren Eröffnungsfeiern rund um das TafelHaus am Großmarkt Wien einladen zu dürfen.

Bitte unterstützen Sie uns auch weiterhin bei der Realisierung dieses wichtigen Projektes, denn nur mit Ihrer Hilfe können wir unsere hochgesteckten Ziele auch erreichen! Wer ein sinnstiftendes Geschenk ins Osterkörberl legen möchte, hat jetzt die Gelegenheit dazu: Mit einem Tafelhaus-Baustein können Sie mit Ihrem Beitrag Großes bewirken.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Lieben ein frohes Osterfest und freue mich auf ein persönliches Treffen in unserem TafelHaus am Großmarkt Wien!

Ihre Alexandra Gruber
Geschäftsführerin Wiener Tafel
0650/901 00 06
alexandra.gruber@wienertafel.at

Aktuell I: TafelHaus am Großmarkt Wien: Jetzt geht’s los!
grossgruenmarkt

Unser Ziel ist es, innerhalb von drei Jahren doppelt so viele Lebensmittel als bisher vor der Entsorgung zu bewahren. Diese Lebensmittel kommen unmittelbar armutsbetroffenen Menschen in 117 Sozialeinrichtungen zugute. Mit der Inbetriebnahme unseres TafelHauses am 1. Mai 2017 am Großmarkt Wien, dem ehemaligen Großgrünmarkt, kommen wir diesem Ziel einen riesengroßen Schritt näher. Dank Ihrer großartigen Unterstützung nimmt unser Projekt zur Lebensmittelrettung und Versorgung von Armutsbetroffenen immer konkretere Formen an: Zwei Drittel der Kosten – 100.000 Euro für die Realisierung und die Deckung der laufenden Kosten für 2017 - sind bereits abgedeckt. Unser herzlicher Dank geht an alle, deren Unterstützung das möglich gemacht hat. Wir zählen aber auch für das letzte Drittel auf Ihre Unterstützung. Wir freuen uns nicht nur über Geldspenden, sondern auch über Inventar und Ihre aktive Mithilfe bei der Adaptierung und den Umbau- und Einrichtungsarbeiten. Auch als BesucherIn sind Sie uns jederzeit herzlich willkommen.

Am 1. Mai beziehen wir unser neues Lebensmittelsortier- und Lagerzentrum am ehemaligen Großgrünmarkt und starten die ersten Sammel- und Sortieraktionen mit ausgewählten HändlerInnen am Großmarkt. Die neuen Hallen inklusive Kühlhaus am größten Umschlagplatz für Obst und Gemüse in Österreich ermöglichen es uns, sowohl Kühl- als auch Trockenware zwischenzulagern und für die Sozialeinrichtungen vorzubereiten. Dieser Schritt ist ein Meilenstein in der Geschichte der Wiener Tafel.

Mehr als 250 private TafelHaus-SpenderInnen und auch viele Firmen sind unserem Spendenaufruf bisher gefolgt. Herzlichen Dank dafür! Dennoch geht unsere Bausteinaktion „Spendieren Sie uns ein Taferl!“ noch weiter. Unternehmen und PrivatspenderInnen können nach wie vor ihren so wichtigen Beitrag zur Schaffung der dringend benötigten Lagekapazitäten für gerettete Lebensmittel leisten. Neben der Gewissheit, ein besonders sinnvolles, effizientes und wichtiges Hilfsprojekt zu unterstützen, bekommt jeder Spender/jede Spenderin ein individuell gestaltetes upcycling Taferl. Dieses wird von der Pfadfindergruppe Paxtu aus alten Holz-Gemüsekisten gefertigt und symbolisiert einen Baustein für die Schaffung des TafelHauses, der das Engagement gegen Armut, Hunger und Lebensmittelverschwendung sichtbar macht. Wer also noch ein Ostergeschenk sucht, liegt mit dem Kauf eines TafelHaus-Bausteins genau richtig!

Spendenkonto Erste Bank IBAN AT09 2011 1310 0530 3005.
Ihre Spende ist steuerlich absetzbar!

Aktuell II: Lange Tafel 2017 in Kooperation mit Wienissimo
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Am Dienstag den 23. Mai 2017 findet wieder unsere traditionelle Lange Tafel statt - zum ersten Mal an einem der begehrtesten Event-Plätze Wiens: vor dem Rathaus! Bis zum Burgtheater wird die längste Lange Tafel in der bisherigen Geschichte unseres traditionsreichen Straßenfestes reichen. Möglich wird dies durch die Kooperation mit den Wienissimo-Festspielen, die das echo medienhaus ins Leben gerufen hat. Eingeladen sind wieder alle FreundInnen und UnterstützerInnen der Wiener Tafel, MitarbeiterInnen und KlientInnen der Sozialeinrichtungen, SponsorInnen, WarenspenderInnen, ehrenamtliche und hauptamtliche MitarbeiterInnen der Wiener Tafel, alle PassantInnen, die vorbeikommen und alle, die mehr über unsere Arbeit und unser neues Projekt das TafelHaus wissen möchten! Zum ersten Mal wird die Lange Tafel ganze 80 Meter lang sein und sie wird sich über den gesamten Rathausplatz bis zum Ring erstrecken.

Wienissimo steht für Genuss und Esskultur in Wien, die Wiener Tafel für soziale Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit. Gemeinsame Werte sind der verantwortungsvolle Umgang mit Lebensmitteln und der Kampf gegen deren Verschwendung. Die Zusammenarbeit zwischen Wienissimo und der Wiener Tafel leistet somit einen wichtigen Beitrag für gelebte Nachhaltigkeit und ein Miteinander in unserer Gesellschaft: Der Reinerlös der Veranstaltung kommt der sozialen Transferarbeit der Wiener Tafel zu Gute!
Ende Mai gehen die „Wiener Festspiele des guten Geschmacks“ zum zweiten Mal über die Bühne und verwandeln die Stadt zehn Tage lang in ein Paradies für Freunde des guten Essens und Trinkens. Unterschiedlichste Plätze und Locations direkt im Herzen Wiens, vielfältige gastronomische und kulinarische Überraschungen - all das erwartet Besucherinnen und Besucher bei ihrem Festspielbesuch.

sms2016

Der Rathausplatz verwandelt sich an diesen Wienissimo-Tagen von 22. bis 24. Mai zu einem wahren Fest der Sinne: Die längste Weiße Tafel Wiens, ein fulminantes Frühstück mit der größten Eierspeis der Stadt im weitesten Schanigarten Wiens direkt vor dem Rathaus, der längste Apfelstrudel, das Vienna Food Festival #4 mit den Foodtrucks, unzählige  Präsentations- und Verkostungsstände, an denen es Unterschiedlichstes zu riechen, schmecken und probieren gibt und mittendrin die traditionelle Lange Tafel der Wiener Tafel - eine wahre Freude für alle GenießerInnen!

Alle WienerInnen und alle Gäste sind ganz herzlich eingeladen am 23. Mai von 13:00 bis 19:00 Uhr an der Lange Tafel der Wiener Tafel Platz zu nehmen, um sich mit feinem Essen und Getränken und bei guter Unterhaltung durch prominente KünstlerInnen auf der Bühne verwöhnen zu lassen. Beim Verkosten, Naschen, Plaudern und Genießen lässt sich die Arbeit Österreichs ältester Tafel hautnah erleben! Höhepunkte sind das Live-Kochen und das Lange Tafel-Gewinnspiel mit der Ziehung um 17:00 Uhr auf der Livebühne!

Ziel der Veranstaltung ist es, die Wiener Tafel und ihre soziale Transferarbeit möglichst vielen Interessierten näher zu bringen und die Freiwilligentätigkeit gegen Armut, Hunger und Lebensmittelvernichtung öffentlich sichtbar zu machen.

Am 24. Mai 2017 wird es auch wieder das Wiener Tafel-Geruchs- und Geschmackslabor geben: Kindern und Erwachsenen über spielerisches Erkunden, persönliches Probieren und sinnliche Eindrücke Lebensmittel erfahrbar machen, das ist die Idee des innovativen Vermittlungskonzeptes.

Bitte merken Sie sich die Lange Tafel in Ihrem Kalender vor! Der Wiener Tafel ist auch jede Form der Unterstützung willkommen! Kontaktperson: Monika Heis - monika.heis@wienertafel.at

Wir bedanken uns an dieser Stelle auch ganz herzlich beim echo medienhaus für die wunderbare Unterstützung und die großartige Kooperation! Das echo medienhaus ist die Heimat starker Marken, die Wien und Ostösterreich bewegen. Die integrierte Markenwelt besteht aus starken Event-Labels wie unter anderem Donauinselfest, Christmas in Vienna, Kriminacht im Wiener Kaffeehaus, erste bank vienna night run, Rund um die Burg oder Eine STADT. Ein BUCH. sowie führenden Printmedien wie Wiener Bezirksblatt, VOR Magazin, wien live, look! und Unsere Generation.

Das ganze Programm unter: www.langetafel.at / www.wienissimo.at

Profi(l) des Monats: Hans-Dieter Meidlinger
hans

Dieter hat als ehemaliger Mitarbeiter der Firma Henkel erste Warenspenden aus dem Hygienesegment für die Wiener Tafel organisiert. Diese werden von den von uns belieferten Sozialeinrichtungen sehr dringend benötigt. Wir sind  immer ganz besonders dankbar, wenn unsere ehrenamtlichen MitarbeiterInnen ihren beruflichen Hintergrund für Spendenaktionen nutzen. Nachahmen ist also jederzeit sehr erwünscht.

Auf die Wiener Tafel aufmerksam geworden ist Dieter schon vor einigen Jahren. Seit letztem Jahr engagiert sich der rüstige Pensionist ehrenamtlich für die gute Sache. Einmal in der Woche fährt Dieter zu verschiedenen Penny-Märkten, um noch genießbare Lebensmittel abzuholen. Diese bringt er dann in die zweite Gruft. Die Menschen dort freuen sich immer über diese Warenspenden und über das Kommen von Dieter. Das freut Dieter. Begonnen hat er seine ehrenamtliche Tätigkeit vergangenen Sommer bei den Seewinkler Sonnengemüse-Festspielen im Restaurant Vestibül im Burgtheater: Zwei Wochen hindurch holte Hans-Dieter Meidlinger täglich das übrig gebliebene Gemüse der jeweiligen Vortages von Starkoch Christian Domschitz ab, um es zu mehreren Sozialeinrichtungen zu bringen. Wir freuen uns, Hans-Dieter Meidlinger – charmant, witzig und unternehmenslustig - in unserem Team zu haben.

Die Tafel bringt's in die ... “Muki Kolping“, genau Kolpinghaus „Gemeinsam leben“/MUKI (Mutter/Kind), Wien 10
tafelbringts

Armut, drohende Obdachlosigkeit, gescheiterte Beziehungen, Gewalt: Kann eine Frau mit solchen Schicksalsschlägen alleine fertig werden? Muki Kolping hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen mit solchen schlimmen Erfahrungen zu helfen, ihr Leben wieder zu ordnen und Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln.

Dem Leitgedanken des Rechtes auf Selbstbestimmung und Würde folgend, bietet Kolping den Frauen und ihren Kindern Orte an, wo sie sicher sind und ein Zuhause finden – solange, bis sie wieder eigenständig leben können.

Bis zu 20 Familien leben hier und werden von vier SozialarbeiterInnen, zwei PädagogInnen und einem Zivildiener betreut. Monatlicher Kostenbeitrag pro Familie: ca. 200.- Euro. Konkretes Ziel ist es, die Klientinnen wenn möglich innerhalb von zwei Jahren fit für ein selbständiges Leben zu machen und sie dabei zu unterstützen, eine geeignete Wohnung zu finden.

Das Besondere an dieser Einrichtung ist, dass hier junge und ältere, teilweise pflegebedürftige Menschen unter einem Dach zusammenleben. Dies ist eine in Österreich einzigartige Form des gemeinsamen Wohnens in einer derartigen Einrichtung. Die Interaktion verbindet die Menschen unterschiedlicher Generationen. Davon profitieren alle BewohnerInnen!

Kooperationspartner des Monats: Hilton Hotels
myplace

Mit den Wiener Top-Hotels Bristol, De France, Hilton, Intercontinental,  Kempinsky,  Mercure Vienna und Steigenberger sind mittlerweile auch absolute Größen der Hotellerie in der Bundeshauptstadt zu wichtigen „Suppe mit Sinn“- PartnerInnen geworden. Exemplarisch wollen wir heute die Hilton Hotels in Wien hervorheben, die unsere Winterhilfsaktion großartig unterstützen.

Von den vier Hilton Hotels in Wien waren bisher drei besonders engagiert bei unserer großen alljährlichen Winterhilfsaktion, der „Suppe mit Sinn“, mit dabei:  das Restaurant Waterfront Kitchen im Hilton Vienna Danube Waterfront, das S’Parks im Hilton Vienna am Stadtpark und die Emile Brasserie & Bar im Hilton Plaza. Das S’Parks kredenzt seit März 2016 das ganze Jahr hindurch eine „Suppe mit Sinn“. Außerdem unterstützen die Hilton Hotels die Wiener Tafel auch wenn wir Räumlichkeiten für Veranstaltungen benötigen.

Diese Hotels sind in den letzten Jahren zu wichtigen „Suppe mit Sinn“-PartnerInnen geworden: Sehr viele unterschiedliche Menschen kommen hier zusammen und so wird die Tafel-Idee nach außen getragen - über Stadt- und Landesgrenzen hinaus. Aber auch die Hotels profitieren von ihrer Teilnahme an der „Suppe  mit Sinn“: Mit den best practice Beispielen machen sie ihr soziales Engagement sichtbar. Wir freuen uns immer über weitere engagierte GastronomInnen, die unsere Winterhilfsaktion unterstützen. Mitmachen ist ganz einfach!

Und wir freuen uns auch riesig, dass uns die Hilton Hotels immer wieder mit tollen Warenspenden für unsere Sozialeinrichtungen unterstützen, zuletzt wieder mit Bettwäsche, Hygieneprodukten, Kochschürzen!

Faktum I: Einer unser längsten, treuesten Warenspender: Die Ideenbäckerei Geier
myplace

Eine der treuen und engagierten WarenspenderInnen der ersten Stunde ist die Bäckerei Geier aus Strasshof an der Nordbahn, nord-östlich von Wien! Das traditionsreiche Familienunternehmen feiert heuer sein 115-jähriges Bestehen. Grund genug, das Streiflicht auf eine ganz besondere Partnerschaft zwischen Österreichs ältester Tafelorganisation und einer der ältesten österreichischen Bäckereien zu werfen.

Jede(r) von uns wünscht sich, unser Lieblingsbrot und Lieblingsgebäck bis knapp vor Ladenschluss zu bekommen. Damit ist nahezu unvermeidlich, dass immer wieder einmal Backwaren nach Ladenschluss übrig bleiben. Damit aus qualitativer hochwertiger Top-Ware, die fünf Minuten vor Ladenschluss wertvoll und begehrt war, fünf Minuten nach Ladenschluss nicht Abfall wird, arbeiten die Bäckerei Geier und die Wiener Tafel seit bald 17 Jahren intensiv zusammen. Die wöchentliche Wiener Tafel-Brot-Tour zählt zu den erfolgreichsten Institutionen im Rahmen der regelmäßig statt findenden Fixtouren. Damit gewährleistet die Bäckerei Geier, dass ihr täglich Brot seiner Widmung gemäß eingesetzt wird und statt im Abfall beim Konsumenten landet. Als Wiener Tafel garantieren wir, dass die Backwaren rasch und möglichst frisch zu den 19.000 KlientInnen in den 117 Sozialeinrichtungen kommen.

Die Bäckerei Geier wurde 1902 von Mathias Geier (geboren 24. August 1873) in Stillfried an der March gründet und 1909 nach Strasshof übersiedelt, wo sie bis zum heutigen Tag ihren Hauptsitz mit Bäckereibetrieb und angeschlossener Café-Konditorei hat. Inzwischen wird die Bäckerei in vierter Generation von Gerald Geier betrieben, der den Betrieb mit sechs Filialen und 40 MitarbeiterInnen im Jahr 2000 von seinem Vater Alfred Geier übernommen und zu einem weiter florierenden Betrieb mit Standorten in Wien und Niederösterreich ausgebaut hat. Gemeinsam mit seiner Frau Erika Geier-Tschernig, einer gelernten Marketingfachfrau, sorgt Gerald Geier dafür, dass der Familienbetrieb auch im Sinne sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Nachhaltigkeit Standards setzt. Wir von der Wiener Tafel wünschen der Bäckerei Geier jedenfalls weitere 115 wirtschaftlich erfolgreiche Jahre und dass der Familie Geier die Ideen für einen nachhaltigen Umgang mit Brot und Gebäck auch weiterhin nicht ausgehen!

Am 24. Juni 2017 wird ab 13.00 Uhr beim Tag der offenen Backstube in Strasshof mit Geschäftspartnern, Kunden und Freunden 115 Jahre Bäckerei Geier gefeiert. Neben einer ausführlichen Besichtigung der Backstube, werden regionale Partner im Marktzelt ihre Produkte vorstellen. Auch für Kinderprogramm wird gesorgt sein. Auch für Kinderprogramm wird gesorgt sein. Die Wiener Tafel wird mit einem Infostand und ihrem Geruchs- und Geschmackslabor vor Ort dabei sein.

Faktum II: Spendenabsetzbarkeit NEU ab 1. Jänner 2017
faktum

Seit dem 1. Jänner 2017 gilt das neue Gesetz zur Spendenabsetzbarkeit für Personen. Informieren Sie sich rechtzeitig über die für Sie relevanten Änderungen. Die wichtigsten haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Seit 1. Jänner 2017 sind die von Ihnen begünstigten Spendenorganisationen laut Gesetz dafür zuständig, für Sie die Meldung beim Finanzamt durchzuführen. Das bedeutet, dass Ihre Spenden nur mehr dann steuerlich absetzbar sind, wenn Sie uns Ihre(n) Vor- und Zunamen sowie Ihr Geburtsdatum bekannt geben. Die Schreibweise Ihres Namens muss dabei mit jener im Meldezettel übereinstimmen. Wir sind als spendenbegünstigte Organisation verpflichtet, diese Daten zusammen mit Ihrer Jahresspendensumme (in verschlüsselter Form, damit Datensicherheit gewährleistet ist) an das Finanzamt weiter zu leiten. Der gespendete Betrag wird in der Folge automatisch bei Ihrer ArbeitnehmerInnenveranlagung bzw. Einkommensteuererklärung vom Finanzamt berücksichtigt.

Wenn Sie ihre Spende nicht steuerlich absetzen möchten, müssen Sie Ihr Geburtsdatum selbstverständlich nicht bekannt geben.

Wiener Tafel SpenderInnen können uns auch ab sofort rasch und unkompliziert ihr Geburtsdatum in unsere dafür eingerichtete online-Maske auf der Wiener Tafel Homepage eingeben:

http://wienertafel.at/index.php?id=428

Weitere Informationen finden Sie unter:
http://wienertafel.at/fileadmin/Spenden/Information-des-BMF-zur-Sonderausgaben-DatenUebermittlung.pdf

http://www.spenden.at/absetzbarkeit

Über den Tellerrand: In Europa tut sich etwas!

HOTREC, Dachverband der europäischen Hotels, Restaurants, Kaffeehäuser und anderer Nahrungsmittel verarbeitender Gastronomiebetriebe setzt sich in Zusammenarbeit mit FEBA („European Federation of Food Banks“) und der Lebensmittelkette METRO AG intensiv für Lebensmittelmüll-Vermeidung und die Weitergabe geeigneter Lebensmittel an Benachteiligte ein. In Österreich ist die von der WKO (Wirtschaftskammer Österreich) vertretene Hotellerie und Gastronomie Mitglied der HOTREC. Dieser Artikel fußt auf einem Bericht über ein internationales Symposion, das von HOTREC veranstaltet wurde.

hotrec

Innerhalb der EU landen ein Viertel bis zu einem Drittel aller Lebensmittel – das entspricht durchschnittlich 173 kg pro Person - pro Jahr im Müll. Gleichzeitig haben an die 55 Millionen Menschen im EU-Raum große Mühe, an Nahrungsmittel zu gelangen. 53% der verworfenen Lebensmittel verantworten die Privathaushalte, 19% die Nahrungsmittel erzeugende Industrie, 12 % die Gastronomiebetriebe, 11 % die Landwirtschaft und 5 % der Großhandel. In diesem Zusammenhang ist auch die Rolle des weltweiten Tourismus enorm: Dieser teilt  73 Milliarden Essen pro Jahr aus.

Die EU hat sich verpflichtet, bis 2030 die Nahrungsmittelvernichtung auf die Hälfte zu reduzieren. Jetzt geht es an die schwierige Verwirklichung dieses Ziels, wobei alle Glieder der Lebensmittelkette - Landwirte wie Großhändler, Restaurationsbetriebe, Konsumenten - ihren Beitrag werden leisten müssen, wenn diese hoch gesteckten Ziele erreicht werden sollen.

HOTREC ist der Dachverband der europäischen Hotels, Restaurants, Kaffeehäuser und ähnlicher Nahrungsmittel verarbeitender Gastronomiebetriebe. Ziel von HOTREC ist die Reduktion des Lebensmittelmülls in ihrem Bereich. Zu diesem Zweck arbeitet HOTREC mit der Lebensmittelkette METRO AG und vor allem dem europäischen Dachverband der Foodbanks FEBA (European Federation of Food Banks) eng zusammen. Als älteste österreichische Tafelorganisation ist die Wiener Tafel stellvertretend für den Dachverband aller Tafeln in Österreich Mitglied in der FEBA. HOTREC fördert nicht nur die Reduktion der überzähligen Lebensmittel, sondern schlägt ausdrücklich auch die Weitergabe von übriggebliebener, noch genusstauglicher Nahrung an Menschen in Not vor. Auch die Verfütterung an Tiere und die Kompostierung werden empfohlen.

Konkrete Ratschläge und Tipps von HOTREC und FEBA an ihre Mitglieder (Auszug):

Menüfertigung:
  • Tagesmenüs produzieren
  • ein Lebensmittel in mehreren Rezepten verarbeiten
  • „grün denken“ und Nahrungsmittel der Saison kochen
  • verschieden große Portionen anbieten (!)
  • Kindermenüs fertigen
  • neue Gerichte von mehreren erfahrenen Personen kosten lassen, um Misserfolge und Lebensmittelmüll zu vermeiden

Produktauswahl: Produkte aus der Region bevorzugen
Lieferung und Lagerung: Verpackung von Obst und Gemüse muss unbeschädigt sein, da dann auch oft der Inhalt leidet
In der Küche: Zutaten und Verzierungen einsparen, die dann nicht gegessen werden
Buffets: wenig Brot anbieten, gegen Ende nicht mehr nachfüllen, Nachfrage bei den Gästen über ihre Wünsche
Kommunikation mit den Gästen: doggy bags für übriggebliebenes Essen hier hat die Wiener Tafel mit der TafelBox, der ersten und einzigen umweltfreundlichen Mitnahmebox mit sozialem Mehrwert, in Österreich Pionierarbeit geleistet!

Weitere Verwendung übrig gebliebener Nahrungsmittel:

  • Abgabe an karitative NGO´s wie die Wiener Tafel
  • Nutzung als Tierfutter oder Kompostierung

Allgemein: Vorausbuchungen forcieren für bessere Planbarkeit; jede Abfalleinsparung ist eine Geldeinsparung! In manchen Ländern gibt es Steuererleichterungen für die Weitergabe von Lebensmitteln an karitative Organisationen wie die Wiener Tafel. Rückmeldungen über die Lebensmittelschenkungen an die Kunden schaffen Bewusstsein für das Problem und regen zur Kooperation an.

Kultur-Empfehlung: „Die Tafeln“ im Kino und wean hean Wienerliedfestival
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In den kommenden Wochen gibt es zwei große, kulturelle Highlights, auf die wir aus ganz aktuellem Anlass hinweisen möchten: Erstmals kommen die Tafeln ins Kino: „Die Zukunft ist besser als ihr Ruf“. Ein Film, der Mut macht und der anhand der Pannonischen Tafel zeigt, was die Tafeln in Österreich tagtäglich alles leisten. Und für Freunde der Wiener Tafel und des Wienerlieds steht am 21. April 2017 wieder der Start des heurigen wean hean Wienerliedfestivals erstmals mit Kinderprogramm, Wienerlied Stammtisch und Schrammel-Montag und vielen weiteren Höhepunkten bevor.

Die Zukunft ist besser als ihr Ruf“ von Theresa Distelberger, Niko Mayr, Gabi Schweiger und Nicole Scherg ist ein ermutigender Film über Menschen, die etwas bewegen. Sie engagieren sich für lebendige politische Kultur, für nachhaltige Lösungen bei Lebensmitteln und Bauen, für Klarheit im Denken über Wirtschaft, für soziale Gerechtigkeit. Überall hören wir andauernd von Krisen. Medien schüren Verunsicherung und Ängsten. Wie reagieren wir darauf? Augen zu, Ohren zu? Oder lieber Ärmel aufkrempeln und was tun?

„Die Zukunft ist besser als ihr Ruf“ macht Mut: Sechs Beispiele von Menschen, die ihren Weg gefunden haben, erzählen von der Möglichkeit, den Lauf der Dinge doch mitzugestalten. Absolut sehenswert und mit Andrea Roschek, Gründerin unserer Schwesterntafel, der Pannonischen Tafel im Burgenland, als eine der sechs ProtagonistInnen. Ab 12. Mai im Kino!
www.diezukunftistbesseralsihrruf.at

Für Freunde der Wiener Tafel und des Wienerlieds: Von 21. April bis 18. Mai 2017 findet wieder das schon traditionelle wean hean Wienerliedfestival statt. Eröffnet wird es im Unicampus des Alten AKH, erstmals mit Kinderprogramm und mit wissenschaftlichen Vorträgen über das Wienerlied. Danach wird es elf Konzerte an unterschiedlichen Schauplätzen geben. Der Reigen reicht von der Lutherischen Stadtkirche über so manches Hotel und Kaffeehaus bis zum Theater Akzent und zum Filmclub Drosendorf. Zu sehen und zu hören sind unter anderen: Karl Kraus, Martin Luther, Erich Meder, ein Liebesliedersingen in Ottakrings schönstem Café, eine Matinee im Bockkeller mit Ramsch & Rosen. Ein Wienerlied Stammtisch und ein Schrammel-Montag runden das Programm ab.
Und wieder darf die Wiener Tafel mit Unterstützung durch wean hean nach Herzenslust Spenden sammeln! Danke! www.weanhean.at, www.wienervolksliedwerk.at/weanhean17/

Vor den Vorhang: Wiener Tafel unterstützen und gemeinsam Brücken bauen
gabler

An dieser Stelle möchten wir all jenen danken, die uns mit ihrer Spende bei der Realisierung unseres TafelHauses unterstützen. Vielen Dank für die wertvolle finanzielle Hilfe, auf die wir auch weiterhin bauen. Viele engagierte Menschen und Teams stellen ihre Energie, ihre Qualifikation und ihre Kreativität in den Dienst der guten Sache und ermöglichen so die soziale Transferarbeit der Wiener Tafel. Mit dieser Kolumne wollen wir diese engagierten Menschen vor den Vorhang holen. Diesmal mit dabei: das eben zu Ende gegangene Akkordeonfestival, die Tourismusschulen MODUL der Wirtschaftskammer Wien, unsere ehrenamtlichen MitarbeiterInnen Christine und Walter Kaiser, die Bank Austria, Wolfgang Bauer und sein Team der Antiquitäten-Galerie bel etage mit Spezialisierung auf das Fin de Siecle sowie die Internet Commuity „overclockers.at“.

Friedl Preisl: Gründer und Impressario mehrerer Musikfestivals unterstützt die Wiener Tafel seit Jahren gemeinsam mit all den MusikerInnen, die im Rahmen seiner Konzerte auftreten! Ein Höhepunkt war das gerade im vergangenen März wieder statt gefundene jährliche Akkordeonfestival, bei dem die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen der Wiener Tafel wieder Spenden für die soziale Transferarbeit sammeln durften – das war wieder ein großartiges Erlebnis und reinster Spendensammel-Spaß!

Tourismusschulen MODUL der Wirtschaftskammer Wien sind ein langjähriger Kooperationspartner der Wiener Tafel. Sie veranstalteten am 31. März einen schillernden und fulminanten Maskenball im Palais Ferstel und sammelten auf kreative und wie immer äußerst engagierte Weise Spenden zugunsten des TafelHauses der Wiener Tafel. Wir sagen Danke, dass wir beim Maskenball dabei sein durften! Die Spendensumme, welche die „Modulis“ zusammengebracht haben, hat alle unsere Erwartungen übertroffen!

Christine und Walter Kaiser: Unsere beiden langjährigen, besonders engagierten, ehrenamtlichen MitarbeiterInnen Christine und Walter sammelten anlässlich des runden Geburtstags ihres Sohnes gemeinsam mit ihrem ebenfalls sozial engagierten Jubilar unter ihren privaten Gästen mehr als 1.300 Euro! Das ist absolut großartig und der bisherige unübertroffene Spendenrekord bei einer privaten Feier! Unsere Ehrenamtlichen sind einfach die Besten, die es gibt. Unser aus tiefstem Herzen kommender Dank an das Geburtstagskind, Christine und Walter Kaiser, die zu recht stolzen Eltern, und die Geburtstagsfest-Gemeinde!

Das Gift Matching Programm der Bank Austria, bei dem (frühere) Mitarbeiter für eine spendenbegünstigte Organisation im letzten Herbst sammeln konnten, hat ein wunderbares Ergebnis gebracht: So konnten im letzten Winter gesamt 2.160.- Euro von den (ehemaligen) MitarbeiterInnen innerhalb von nur zwei Monaten zusammengetragen werden, deren Spenden die Bank Austria jetzt im März 2017 verdoppelt hat. Wir bedanken uns bei allen so engagierten Bank Austria MitarbeiterInnen und bei der Bank Austria für dieses tolle Fundraisingprogramm für spendenbegünstigte NGOs!

Wolfgang Bauer mit seiner Antiquitäten-Galerie bel etage in der Mahlerstraße stellte auch heuer wieder seinen Kunden seinen neuesten Katalog zur TEFAF in Maastricht als Geschenk gratis zur Verfügung. Auch diesmal bat Wolfgang Bauer im Gegenzug seine KundInnen mit deren Spende die Wiener Tafel bei der Realisierung des TafelHauses und somit den Einsatz gegen Armut, Hunger und Lebensmittelverschwendung zu unterstützen. Wir sagen aus ganzem Herzen Danke für diese schöne, so wichtige Aktion!

Ein großartiges Ergebnis brachte der Hilferuf für IT-Sachspenden bei der overclockers.at“ Community durch unseren IT-Experten Yun Xiang. Da die bestehenden, ehemals von Firmen gespendeten Wiener Tafel IT-Geräte mittlerweile in die Jahre gekommen waren und immer langsamer wurden, standen wir vor der großen Herausforderung, wie wir unser IT Equipment zwischendurch und ohne extra Budget aufrüsten könnten. Der Aufruf von Yun Xiang brachte die Lösung: Innerhalb kürzester Zeit spendete die IT Community eine große Anzahl an gebrauchten Laptops, Festplatten, Monitoren und weiteres IT-Equipment für die Wiener Tafel. Wir freuen uns riesig und wollen an dieser Stelle einige der Unterstützer zu Wort kommen lassen:
Fabian
spendete uns einen Beamer: „Wenn alle, die mehr haben als sie brauchen etwas geben, dann fehlt es jenen, die bedürftig sind, an weniger. Daher war es mir ein Bedürfnis, die Wiener Tafel mit der Projektor-Sachspende zu unterstützen.“
Markus
spendete uns mehrere Laptops und PCs: „Ich helfe einfach gerne!“
Christian spendete uns mehrere Festplatten: „Freut mich, dass ich helfen konnte. Auch wenn es alt und ausgemustert ist, ist es immer noch wertvoll und nützlich.“
Daglas spendete uns Laptopfestplatten: „Auf die oc.at Community kann man eben zählen, wenn es um Wohltätiges oder Hilfe für andere geht. Da will ich natürlich auch meinen Teil beitragen wenn ich kann.“

Wiener Tafel - der Verein für sozialen Transfer
Simmeringer Hauptstraße 2-4
1110-Wien
Österreich

ZVR: 283 996 437 | Redaktion: A. Gruber, M. Hübl, S. Herburger, P. Günczler
www.wienertafel.at | office@wienertafel.at | +43 1 236 56 87

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