Dezember 2017
Editorial


alexandragruber

Kekserl-Duft, heimeliges Kerzenflackern, der würzige Geruch nach Tannenreisig,… – wer hat keine herzerwärmenden Assoziationen im Zusammenhang mit den letzten Wochen des Jahres? Für mehrere tausend Menschen mitten unter uns sind derartige kleine Freuden unerreichbar. Sie können nicht teilhaben an heimeligen Dingen, die für uns selbstverständlich sind. Wohnungslosigkeit, Armut und Ausgrenzung sind für uns oft nicht sichtbar. Aber den Wiener Tafel-Freiwilligen ist auch diese Realität vertraut. Bei ihren Lebensmittelrettungstouren kommen sie auf Tuchfühlung mit Lebensrealitäten, die wir sonst nicht wahrnehmen. Bitte unterstützen Sie die Wiener Tafel dabei, gegen diese himmelschreiende Ungerechtigkeit anzukämpfen!

Weihnachten und lukullische Genüsse – auch das gehört zusammen. Die Kehrseite der Medaille: Gerade rund um die Feiertage wachsen die Berge an vermeidbaren Lebensmittelabfällen. Aber die Wiener Tafel blickt auf ein intensives, ereignisreiches Jahr zurück und schaut vor allem mit Zuversicht in die Zukunft: Starke KooperationspartnerInnen, verheißungsvolle Projekte und ein motiviertes Team stehen für den erfolgreichen Einsatz gegen Armut, Hunger und Lebensmittelverschwendung!

Unsere Bitte an Sie: Bauen Sie sich Ihr kleines TafelHaus aus Karton daheim, im Büro oder anderswo und setzen Sie mit uns gemeinsam ein Zeichen für mehr soziale und ökologische Nachhaltigkeit – damit es niemanden gibt, der zu Weihnachten darben muss! Ihre Spende in der praktisch-handlichen Karton-Spendensammelbox in TafelHaus-Form bringt unsere besten Weihnachtswünsche in Ihre vier Wände und hoffentlich viele Spenden für Menschen in Not, die von der Wiener Tafel mit geretteten Lebensmitteln versorgt werden. Bitte lesen Sie im Beitrag „Faktum I: Großgrünmarkt“, wie das möglich ist! Eine schöne und besinnliche Vorweihnachtszeit wünscht Ihnen von ganzem Herzen

Alexandra Gruber
Geschäftsführerin Wiener Tafel
0650/901 00 06
alexandra.gruber@wienertafel.at

Aktuell I: 10 Jahre „Suppe mit Sinn“
hans

Die Winterhilfsaktion der Wiener Tafel feiert Jubiläum: Seit zehn Jahren kredenzen sozial engagierte Gastronomiebetriebe vom 1. November bis zum 31. Dezember ‚Suppe mit Sinn‘. Inzwischen sind es 200 Gastwirtschaften, Restaurants, Beisln, Haubenlokale, Kaffeehäuser und Systemgastronomiebetriebe, die eine Suppe auf ihrer Speisekarte der Tafelbewegung in Österreich widmen und von jeder verkauften Portion einen Euro als Spende für die Versorgung von Armutsbetroffenen abführen. Viele Betriebe haben aus eigenem Antrieb den Aktionszeitraum bis Ende Februar ausgedehnt – schließlich wird es nach Weihnachten so richtig kalt und die Nachfrage nach „heißer Suppe gegen soziale Kälte“ steigt noch einmal ordentlich! Bereits zum dritten Mal wird heuer ‚Suppe mit Sinn‘ unter dem Dach des Verbandes der österreichischen Tafeln in ganz Österreich kredenzt. Seit 2008 wurden 260.000 Portionen "heiße Suppe gegen soziale Kälte" ausgeschenkt. Mit einem Euro können die Tafeln bis zu 10 Armutsbetroffene mit geretteten Lebensmitteln versorgen. Das bedeutet: Im Laufe der vergangenen zehn Jahre konnten 2,600.000 Portionen Essen zu Menschen, die zu wenig zum Leben haben, gebracht werden!

Mit der ‚Suppe mit Sinn‘ startet eine der inzwischen bekanntesten Winterhilfsaktionen des Landes gegen Armut, Hunger und Lenensmittelverschwendung. Am 25. Oktober 2017 fand die bereits traditionelle Auftakt-Pressekonferenz statt – heuer in den Räumen der WKW (Wirtschaftskammer Wien) und der GAFA (Gastgewerbefachschule) am Judenplatz im ersten Bezirk. Dabei wurden, stellvertretend für alle über 200 ‚Suppe mit Sinn‘-Wirte zehn langjährige und treue UnterstützerInnen aus der Gastronomie vor den Vorhang geholt und für ihr großartiges Engagement bedankt.

Suppe mit Sinn als Musical-Motiv
Die ‚Suppe mit Sinn‘ ist als Winterhilfsaktion der österreichischen Tafeln inzwischen so bekannt geworden, dass sie bereits als Motiv Eingang in die neue Musical-Produktion der Vereinigten Bühnen Wien ‚I Am From Austriaim Raimundtheater gefunden hat: Hotelerbe Josi Edler, dargestellt von Lukas Perman schenkt im Plot übrig gebliebene Suppe an Armutsbetroffene aus. Prominenten Glanz verliehen demgemäß beim Presseauftakt Hauptdarstellerin Iréna Flury, die in der Produktion Hollywoodstar Emma Carter mimt und Matthias Trattner, der die Figur des Pagen Felix Moser verkörpert.
Die Vereinigten Bühnen Wien setzen sich gerne und aus Überzeugung für wichtige gemeinnützige Initiativen ein. ‚Suppe mit Sinn‘ ist eine wunderbare Hilfsaktion der Wiener Tafel zu Gunsten armutsbetroffener Menschen in ganz Österreich, auf die wir durch unsere Unterstützung aufmerksam machen möchten“, betont VBW-Musical-Intendant Christian Struppeck und schildert die Motivation zum sozialen Engagement der KünstlerInnen: „Durch den Einsatz der Tafeln in ganz Österreich konnten Menschen in akuten Notlagen Mahlzeiten versorgt werden. Die VBW und die Cast von „I Am From Austria“ hoffen, dass auch viele andere Institutionen und Privatpersonen dieses Projekt fördern werden und für eine Sensibilisierung innerhalb der Gesellschaft sorgen“, so Struppek.

Am 19. November 2017, dem „Tag der Suppe“, sammelte das „I am from Austria“-Ensemble im Raimundtheater nach der Vorstellung Spenden für die Wiener Tafel! Die Aktion kam sowohl bei den Bühnenstars als auch beim Publikum großartig an: Mehr als 3.000.- € Spenden konnten die charmanten MusicaldarstellerInnen für die ‚Suppe mit Sinn‘-Winterhilfsaktion überreichen. Ein großes Dankeschön an das gesamte Ensemble für die wunderbare Idee und den großen Einsatz beim Spendensammeln!

Beste Rübensuppe Wiens .- Das Suppe mit Sinn-Gewinnspiel 2017
Heuer veranstaltet die Wiener Tafel das ‚Suppe mit Sinn‘-Gewinnspiel gemeinsam mit Medienpartner Wiener Bezirksblatt: Alle waren eingeladen, bis 7. Dezember ihr liebstes Rübensuppenrezept einzusenden. Unterstützt wird das Suppe mit Sinn-Gewinnspiel auch von den MusicaldarstellerInnen der Erfolgsproduktion „I Am From Austria“ der Vereinigten Bühnen Wien am Raimundtheater: Dementsprechend ist die Suppe mit Sinn-Jury so prominent besetzt wie schon lange nicht: Neben den HauptdarstellerInnen Lukas Permann und Iréna Flury, Elisabeth Engstler, Martin Bermoser und vielen weiteren Musicalstars aus dem Ensemble, glänzen als Jurymitglieder gemeinsam mit Herbert Herdlicka, Obmann der Wiener Tafel und Peter Dobcak, Spartenobmann Gastronomie der WKW unter anderen Bioküchenprofi Michaela Russmann, Geschäftsführerin des Genusstempels MiaVia. Neben anderen Preisen wie einem schmackhaften Metro Geschenkkorb und einem exklusiven Frühstückskorb von Hausbrot winkt als Hauptpreis ein Urlaub am Bauernhof in einer Genussregion Österreichs! Prämiert wird die beste Suppe mit Sinn am 14. Dezember um 11 Uhr im Restaurant MiaVia (Landstrasser Hauptstrasse 14-16, 1030 Wien). Wenn Sie das Suppe mit Sinn-Gewinnspiel-Finale im offiziell noch nicht eröffneten Genusstempel MiaVia exklusiv miterleben wollen, bitten wir Sie um Anmeldung unter: suppe@wienertafel.at unter dem Betreff: „SuppemitSinnGewinnspielFinale-Bindabei“.

Suppe mit Sinn-Special-Edition auf der GAST
Und noch einen ‚Suppe mit Sinn‘-Hit gibt es heuer: Aus PETRAS KULINARISCHER MANUFAKTUR kommt eine eigens kreierte, köstliche ‚Suppe mit Sinn‘ Special Edition im Glas: wir haben sie bei der „Alles für den Gast“ in Salzburg, der größten Gastromesse des Landes, im November der Öffentlichkeit vorgestellt. Eine Kostprobe kann man unter office@wienertafel.at bestellen!

Alle aktuellen Informationen und alle teilnehmenden Lokale unter www.suppemitsinn.at

Aktuell II: TafelKunst unterm Weihnachtsbaum
tafelkunst

Wer noch ein besonders schönes Weihnachtsgeschenk für kunstinteressierte Familienmitglieder und Freunde sucht, ist bei uns an der richtigen Stelle! Aus einer früheren Kunstauktion sind noch ein paar besonders schöne Werke zu haben…


Zu besichtigen gibt es die Kunstwerke von ...

Leopold Kessler
(lebt und arbeitet in Wien) „Akademiekabel-onestapress“ 2004, Farbfoto, Nr. 1 von 2 E.A., Auflage 10, Passep-.-Ausschnitt 39 x 54 cm, gerahmt

Dominik Steiger
(Wien 1940 geb.) THE fund RAISER“, 2000, betitelt, signiert, datiert, Acryl auf fotomechanischer Vergrößerung, 90 x 50,5 cm, gerahmt

Oswald Stimm
(Wien 1923 geb.) „Janus“ 1970 – 1993, Objekt, Holz bemahlt auf blauem Holzsockel, auf der Standfläche signiert, datiert nummeriert Nr. 10 von 12 nummerierten Exemplaren, Höhe 52 cm

Ingeborg Strobel
(Schladming, 1949 geb.) Zu viel ist nie genug“, 2008, betitelt, auf der Rückseite signiert, datiert, Collage (Foto, Text, Acryl) auf Papier, 36 x 45,5 cm, gerahmt

Fabian Seitz
(Wien 1975 geb.) „It is Now“, 2008, Objekt, auf der Rückseite signiert, Bleistift, Holz, z.T. gestrichen, Glas, 37 x 36 x 9 cm

Wolfgang Herzig

(Judenburg 1941 geb.) „Waldspaziergang“, Radierung in Farbe, betitelt, handsigniert, datiert, mit E d.A. bezeichnet, 37 x 45,5 cm, gerahmt

Wolfgang Herzig
(Judenburg 1941 geb.) “Es geht wieder aufwärts“, 1998, Lithographie in Farbe, betitelt, handsigniert, datiert, Nr. I von XV rom. Nummerierten Abzügen, 63 x 45,5 cm, gerahmt

Eva Langeova
(Dvur Kralove, Tschechoslowakei, 1956 geb.) Ohne Titel, 2006, monogrammiert, datiert, Bleistift, Acryl auf Papier, 25 x 32,5 cm, gerahmt

Hans Grünseis
(Wiener Neustadt, 1909 – 1986) „Abstrakte Komposition“, um 1956, Tempera auf Papier, Passep.-Ausschnitt 21 x 16,5 cm, gerahmt, Werkverzeichnis 4110

Renate Korinek
(1944 geb.) „Unitiy 5“, 2008, Plastik, mundgeblasenes Glas, Draht, 56 x 36 x 25 cm

in der Wiener Tafel, Simmeringer Hauptstrasse 2-4,1110 Wien zu den normalen Bürozeiten (8:30-16:00 Uhr, Freitag 8:30-13:00 Uhr).
Voranmeldungen bitte bei Markus Hübl, Pressesprecher unter 01/236 56 87-003.

Wir freuen uns über Ihren Besuch!

Profi des Monats: Profi des Monats: Artfotograf Peter Leskovar
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Die erfolgreiche Arbeit der Wiener Tafel wird durch die unterschiedlichen Talente ihrer ehrenamtlichen MitarbeiterInnen möglich! Einer dieser freiwilligen HelferInnen ist Profifotograf Peter Leskovar mit seiner Expertise – zuweilen aber auch als Beifahrer bei den Wiener Tafel-Lebensmittelrettungs-touren.

Mit seiner Kamera hält Peter Leskovar mit großem Einsatz Wiener Tafel Events fest - wie beispielsweise die Lange Tafel am Rathausplatz oder die feierliche Eröffnung des TafelHauses am Großmarkt Wien, aber auch die alljährliche Auftakt-Presseveranstaltung für die Winterhilfsaktion "Suppe mit Sinn".

Einem besonderen Wiener Tafel-Projekt widmete sich Peter Leskovar mit seiner Kamera: Das TafelHaus am Großmarkt Wien ist schon mit regem Leben erfüllt! Lebensmittel, die nicht gleich ausgeliefert werden können, werden im Kühlhaus zwischengelagert. Obst und Gemüse werden händisch aussortiert und so große Mengen Vitamin reicher Nahrung gerettet. Außerdem holen inzwischen einige Sozialeinrichtungen ihre Warenspenden direkt beim TafelHaus ab. Daraus entstand bei Fotograf Peter Leskovar die Idee, den gesamten Prozess - angefangen bei der Warenanlieferung bis zu deren Auslieferung - fotografisch festzuhalten. Das schmucke TafelHaus fungierte dabei als Kulisse und ist gleichzeitig eigentlich Ort des Geschehens. So entstanden in einem aufwändigen Fotoshooting neue Imagefotos der Wiener Tafel. Zehn ehrenamtliche und hauptamtliche MitarbeiterInnen der Wiener Tafel stellten sich dabei dankenswerterweise als ProtagonistInnen zur Verfügung. Und sogar ein Profifahrer und ein Staplerfahrer direkt vom Großmarkt konnten als Modelle für das Fotoshooting bei strahlendem Wetter gewonnen werden. Fotograf und Wiener Tafel-DarstellerInnen waren gleichermaßen begeistert. „Es war ein großartiges Erlebnis. Ich bedanke mich bei allen, die mitgemacht haben“, zeigt sich Peter Leskovar zufrieden und bekräftigt: „Es ist mir einfach eine Freude, mein Fachwissen für so einen guten Zweck zur Verfügung stellen zu dürfen .“ Wir sind dankbar für so viel Engagement und freuen uns auf viele weitere wunderbare Fotoshootings mit Artfotograf Peter Leskovar.

Faktum I: Ein halbes Jahr „TafelHaus“ am Großgrünmarkt – wie weit ist es gediehen? Welches Potenzial sehen die TafelHaus-BetreuerInnen?
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Im Frühsommer dieses Jahres konnte die Wiener Tafel das TafelHaus eröffnen, ein ca. 200 m² großes Lebensmittelverteilzentrum mit Kühlkapazität und einem professionell eingerichteten Küchenbereich. Das Ziel: 100% mehr gerettete Lebensmittel innerhalb von drei Jahren. Ist man diesem Ziel näher gekommen? Sind noch Verbesserungen möglich? Wie stellt sich das Leben im TafelHaus inzwischen dar?

„Die Zusammenarbeit mit den Lebensmittelhändlern entwickelt sich ganz hervorragend, das erhaltene Lebensmittelvolumen ist schon sehr beträchtlich“, schildert Karl Anton Goertz, Leiter Warenakquise der Wiener Tafel und präzisiert: „Wir kommen derzeit schon auf etwa eine Tonne pro Arbeitstag. Aber das Potenzial am Großmarkt ist noch riesig. Wir arbeiten hart daran, noch viel mehr davon übernehmen zu können.“
Und Rudi Kozojed, Logistikmitarbeiter der Wiener Tafel ergänzt: „Wir arbeiten darauf hin, dass in Zukunft unsere Kooperationspartner-Sozialeinrichtungen die großen Mengen an Lebensmitteln abholen kommen. Dann kommen sie nämlich in den Genuss der breiten Vielfalt und können wirklich relevante Mengen an Obst und Gemüse, Milchprodukten und anderer Frischwaren übernehmen.“ Das Sortieren der Warenspenden gehört zu einer der wichtigsten Aufgaben im TafelHaus: „Genau dafür suchen wir engagierte ehrenamtliche MitarbeiterInnen. An den Vormittagen würden bereits jetzt bis zu fünf Ehrenamtliche brauchen,“ betont Theresa Seitz, Wiener Tafel-Ehrenamtskoordinatorin. Und Georg Merkovic, einer der treuesten und engagiertesten langjährigen Wiener Tafel-Ehrenamtlichen fügt hinzu: „Wir freuen uns auf Zuwachs, der Lust hat, mit uns gemeinsam anzupacken! Die Tätigkeit ist abwechslungsreich und befriedigend!“

Wer das TafelHaus-Projekt jetzt in der Vorweihnachtszeit unterstützen möchte: Bauen Sie sich Ihr kleines TafelHaus selber: Unsere TafelHaus-KartonSpendenBox einfach im Büro, zu Hause, im Geschäftslokal oder an einem anderen Ort, an dem viele sozial eingestellte Menschen vorbeikommen aufstellen und Spenden sammeln. Jeder Euro zählt! Bestellen Sie unsere TafelHaus-Spendenbox unter: ulla.epler@wienertafel.at oder 01 236 56 87-009.

Faktum II: Wiener Tafel gewinnt "Honorary Superbrands 2017" Auszeichnung
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Am 29. November fand im Novomatic Forum die feierliche Preisverleihung der Consumer und Business Brands 2017 statt. Mit dabei war auch die Wiener Tafel als einzige NGO, die den Preis in der Kategorie "Honorary Superbrands 2017" gewann. Einige Gewinner des Abends zählen ebenso zu langjährigen Unterstützern der Wiener Tafel wie Casinos Austria, Wiener Städtische, ARA, Radatz, Kelly`s und vielen mehr.

Mit diesem Preis wurde die konsequente Markenbildung und Markenführung der Wiener Tafel über die letzten 18 Jahre belohnt. Auch die TafelBox war im Sinne eines nachhaltigen Buffets im Rahmen der Veranstaltung im Einsatz.
Die Auszeichnung der Superbrands eines Landes basiert auf einem umfangreichen Auswahlverfahren, das auch ein Expertengremium mit zahlreichen namhaften Persönlichkeiten von Universität und Wirtschaft umfaßt.

Nachzulesen gibt es alles Wissenswerte zur Wiener Tafel und allen anderen ausgezeichneten Marken im Superbrands Jahrbuch 2017 und hier.

Die Tafel bringt´s in die “wieder wohnen“-Wärmestube Apollogasse
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In den Räumlichkeiten des abgesiedelten Sophienspitals in Wien 7 befindet sich eine Notschlafstelle des Roten Kreuzes und die “wieder wohnen“-Wärmestube Apollogasse. In beide Einrichtungen bringt die Wiener Tafel gerettete Lebensmittel. Auf letztere wollen wir hier das Augenmerk legen.

Träger dieser Sozialeinrichtung ist “wieder wohnen“, sie wird vom Fond Soziales Wien gefördert. Das Team besteht aus acht BetreuerInnen und einer Teamleitung. Regelmäßig kommen SozialarbeiterInnen ins Haus.
Die Wärmestube, die es seit einem Jahr gibt, ist jeweils in der kalten Jahreszeit täglich von 9:30 bis 16:30 für 50 erwachsene wohnungslose Menschen jeder Nationalität geöffnet. Es gibt heißen Kaffee und Tee, kalte Verpflegung, einen Ruheraum mit 12 Betten, Duschen und eine Waschmaschine mit Trockner. Zur Unterhaltung gibt es Spiele. Mitunter setzt sich auch einmal ein Betreuer dazu und spielt mit.

Grundsatz der BetreuerInnen ist Respekt für jeden Gast, die Menschen werden so angenommen, wie sie sind. Frau Sandra auf die Frage, warum sie in die Wärmestube kommt: "Ich treffe hier Freunde und die Betreuer sind lieb und aufmerksam und helfen uns, so gut es möglich ist".

Kooperationspartner des Monats: Playtech BGT Sports („PBS“)
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Die ersehnte Profiküche für das TafelHaus ist da! Ende September wurde sie geliefert und ab sofort ist es möglich Lebensmittel, die nicht mehr ausgeliefert werden können, sofort zu verarbeiten und so vor der Entsorgung zu bewahren. So kann zum Beispiel aus überreifem Obst „Marmelade mit Sinn“ entstehen! Möglich gemacht hat dies unser Kooperationspartner Playtech BGT Sports (PBS). Ein riesengroßes Dankeschön für diese großzügige Spende! PBS ist nicht nur der großzügige Sponsor der Wiener Tafel-Profiküche im TafelHaus, sondern ermöglichte im vorigen Jahr auch den Erwerb eines Mercedes-Lieferfahrzeugs!

Playtech BGT Sports ("PBS") ist die Sportwetten-Sparte von Playtech mit Hauptsitz in Nikosia und mehr als 600 MitarbeiterInnen in sechs verschiedenen Geschäftszentren. PBS ist Anbieter des marktführenden Self-Service-Wettterminals mit über 28.000 verkauften Terminals für Einzelhändler in Großbritannien und international sowie digitalen Sportwettenplattformen und Benutzerschnittstellen für viele große Online-Lizenznehmer. Anfang Dezember wurde zusammen mit BGT die Profiküche eingeweiht: Gemeinsam mit Profiköchin Cornelia Diesenreiter von „Unverschwendet“ wurde köstliche „Marmelade mit Sinn“ eingekocht! Ein ganz besonders sinnstiftendes Weihnachtsgeschenk übrigens, das sich auch als feines, kleines Weihnachtsgeschenk eignet. Wollen Sie mehr über unsere „Marmelade mit Sinn“ wissen und/oder diese bestellen? Alle Informationen unter www.marmelademitsinn.at

Über den Tellerrand: Veröffentlichung der EU Food Donation Guidelines
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Lange haben die europäischen Foodbanks dafür gekämpft, jetzt sind sie da: Die EU Food Donation Guidelines. Ein Fixpunkt in der kommenden Tafelarbeit wird daher die Implementierung dieser Richtlinien sein. Diese wurden vor kurzem in Brüssel beschlossen und werden jetzt in den Mitgliedsländern in die Praxis umgesetzt.

Die EU Food Donation Guidelines präzisieren die EU-Bestimmungen zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Beseitigung der Hindernisse bei der Umverteilung von Lebensmitteln innerhalb des EU Regelungsrahmens. BereitstellerInnen und EmpfängerInnen überschüssiger Lebensmittel wird damit die Einhaltung der entsprechenden Vorschriften des EU-Rechtsrahmens erleichtert. Außerdem fördern die Guidelines eine einheitliche Auslegung der EU-Vorschriften zur Umverteilung überschüssiger Lebensmittel durch die Regulierungsbehörden.
Überschüssige Lebensmittel dürfen dann umverteilt werden, wenn sie für den Verzehr durch den Menschen geeignet sind und alle Lebensmittelsicherheitsvorgaben erfüllen. Die Lebensmittelsicherheit und die Information der Verbraucher müssen dabei stets sichergestellt sein. Lebensmittel, die nicht sicher sind, dürfen nicht in den Verkehr gebracht werden. Zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung sind Lebensmittelversorgungsunternehmen dazu angehalten, die Erzeugung überschüssiger Lebensmittel so weit wie möglich zu vermeiden und die Menge der angebotenen Lebensmittel, etwa bei Buffets, sorgfältig im Auge zu behalten.

Die EU Food Donation Guidelines finden Sie hier.

Vor den Vorhang: Tchibo/Eduscho und MyPlace unterstützen die Tafelarbeit mit ihren Weihnachtsaktionen
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Rauf auf die Bühne! Tchibo/Eduscho und MyPlace-Selfstorage mit ihren Weihnachtsaktionen unterstützen die Tafelarbeit ganz maßgeblich! Herzlichen Dank für das großartige Engagement!

Vorweihnachtszeit steht für Besinnlichkeit und gemütliches Beisammensein. Viele Menschen nehmen die Sehnsucht nach Licht und Wärme zum Anlass, nicht nur ihre Liebsten zu beschenken, sondern auch Anderen etwas Gutes zu tun. Die Weihnachtsaktion „Freude schenken“ von Tchibo/Eduscho verbindet nun die Geschenkesuche mit einem guten Zweck: Jeder Einkauf im Zeitraum bis 24. Dezember 2017 steuert 20 Cent zu dieser Aktion bei. Insgesamt werden aus dem Erlös 10.000 Warenpakete für die Kooperationspartner der österreichischen Tafelorganisationen geschnürt.

„Tchibo/Eduscho gilt als Top Geschenkeanbieter zu Weihnachten. Da liegt es nahe, besonders denjenigen zu helfen, die sich zu Weihnachten keine Geschenke leisten können. Mithilfe unserer Kunden können wir in der Vorweihnachtszeit 10.000 Geschenkpakete schnüren und sie gemeinsam mit unserem Partner ‚Die Tafeln‘ an Bedürftige in Österreich verteilen“, erklärt Harald J. Mayer, Tchibo/Eduscho Geschäftsführer.

Eingelagert und an die einzelnen Tafeln ausgegeben werden die rund 100 Paletten kostenlos bei unserem Partner, der Spedition Frachtmeister in Wiener Neudorf.Frachtmeister unterstützt die Tafeln in ganz Österreich immer wieder bei Transporten von großen Warenmengen, und ist jetzt bei der Tchibo/Eduscho Aktion ein ganz wichtiger Unterstützer durch das zur Verfügung stellen von Lagermöglichkeiten. Wir freuen uns sehr über dieses wunderbare Engagement!

Die elf MyPlace-Selfstorage Filialen in Wien und Linz sammeln auch dieses Jahr wieder vom 1. bis 20. Dezember haltbare Lebensmittel wie Reis, Teigwaren, Öl, Zucker, Konserven, Kaffee und Hygieneartikel wie Duschgels, Shampoos, oder Baby-Produkte wie Windeln und Pflegemittel für die Wiener Tafel. Bereits zum achten Mal können in allen Wiener MyPlace-Filialen haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel zugunsten der Wiener Tafel abgegeben werden. Die gesammelten Produkte werden am 20. Dezember 2017 im TafelHaus an das Wiener Tafel-Team übergeben. Somit können wir auch diese Spenden noch vor Weihnachten an die verschiedenen Sozialeinrichtungen ausliefern und damit zumindest ein bisschen Weihnachtsfreude verbreiten.

„Unsere jährliche Spendenaktion liegt auch den MitarbeiterInnen sehr am Herzen, ihr großes Engagement ist jedes Jahr dafür entscheidend, dass unsere Spenden-Lagerabteile gut gefüllt werden und die Spendenaktion zugunsten der Wiener Tafel ein großer Erfolg ist“, so Christian Beiglböck, Regionalverantwortlicher von MyPlace in Wien.

Wiener Tafel - der Verein für sozialen Transfer
Simmeringer Hauptstraße 2-4
1110-Wien
Österreich

ZVR: 283 996 437 | Redaktion: A. Gruber, M. Hübl, S. Herburger, P. Günczler
www.wienertafel.at | office@wienertafel.at | +43 1 236 56 87

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